Mit Pickel, Schaufel und Schubkarette

Im Winter erzählte Josef Waibl (83)seinen Enkeln, wie er damals sein Geld verdient hat.

Götzis. „Im Herbst 1950 von September bis Dezember arbeitete ich auf der Britzenalpe im Vermunt im Silvrettagebiet. Wir waren etwa zwölf Leute in einer Baupartie, es gab zwei Schichten – eine Tag- und eine Nachtschicht. Alle zehn Tage wurde die Schicht gewechselt und dazwischen hatten wir vier Tage frei. Wir mussten zwölf Stunden am Stück durcharbeiten, um den Stollen auszubauen, der bereits durchgebrochen war. Mit einem Aufzug fuhren wir zum Stollen hoch. Mit Pickel, Schaufel und Schubkarette mussten wir betonieren und beim Bau der Steinmauern mithelfen. Im Tal hatten wir eine Bauhütte, wo wir schliefen. Wir waren unter Zeitdruck, denn das Wasser musste bis Weihnachten vom Jamtal bis zum Kopssee im Zeinisjoch durchfließen. Es waren zwei Stollen mit vier Bauabschnitten, die gleichzeitig am Bauprojekt arbeiteten. Die vier Baufirmen hießen Siemens, Innerebener & Mayer, Kunz und Heimbach & Schneider.

Es war eine anstrengende Zeit und ich hoffe für euch, dass ihr nie so hart wie ich arbeiten müsst, um Geld zu verdienen. Vielleicht können wir diesen Sommer einmal nach Galtür fahren, dann zeige ich euch die Rohre und erzähle euch noch etwas mehr davon.“

1950: Aufzug zur Britzenalpe im Silvrettagebiet.
1950: Aufzug zur Britzenalpe im Silvrettagebiet.
1950: Aufzug zur Britzenalpe im Silvrettagebiet.
1950: Aufzug zur Britzenalpe im Silvrettagebiet.

Aufruf

„Oma und Opa erzählen“

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Zur Person

Josef Waibl

weiß noch genau, wie hart die Arbeit damals auf der Britzenalpe war.

Geboren: 1. 7.1930 in Kappl

Wohnort: Götzis

erlernter Beruf: Maurer

Interessen: Familie, Jassen, Wandern

Enkel: 14

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