EU-Subventionen für die Jugendspiele noch offen

von Klaus Hämmerle
In knapp einem Jahr wird auf den Schanzen in Tschagguns reger Betrieb herrschen.     Foto: Meznar
In knapp einem Jahr wird auf den Schanzen in Tschagguns reger Betrieb herrschen.     Foto: Meznar

Dafür biegt die Suche nach einem neuen EYOF-Geschäftsführer in die Zielgerade.

Bregenz.  Nach den Winterspielen ist vor den Winterspielen. Auf keinen trifft diese Aussage aus aktuellem Anlass besser zu als auf Peter Mennel (58). Der ÖOC-Generalsekretär hat eben erst die olympischen Winterspiele von Sotschi mit einer Vielfalt von Herausforderungen und Erlebnissen hinter sich, da muss er sich auch schon um die „kleinen“ Winterspiele im Montafon im kommenden Jahr kümmern – wenn die besten europäischen Jugend-Wintersportler sich zum Kampf um Gold, Silber und Bronze treffen. Auf Peter Mennel wartet dabei einige Arbeit.

Gespräche mit Kandidaten

Erste Priorität genießt in den nächsten Tagen und Wochen die Suche nach einem neuen Geschäftsführer für die Winterspiele. Der alte, nämlich Dieter Dubkowitsch (45), hatte Anfang des Jahres im Rahmen einer Präsidialsitzung das Handtuch geworfen. Sofort wurde der Posten neu ausgeschrieben. „Beworben haben sich sehr viele. Mittlerweile ist eine Handvoll Kandidaten übrig geblieben. Mit diesen werden wir noch in dieser Woche Gespräche führen“, informiert Aufsichtsratsvorsitzender Peter Mennel über den Stand der Dinge im Auswahlverfahren. Der ausgewählte Kandidat wird den Aufsichtsrat von seinen Fähigkeiten zu überzeugen haben.

Gewünscht: Engagement

Was Mennel vom Neuen verlangt, hat er schon wissen lassen: Er soll ein guter Wirtschafter sein, sich in allen Teilbereichen gut auskennen und das Projekt mit Engagement und Leidenschaft vorantragen. Dieter Dubkowitsch ist auf dem Papier noch bis April in seinem Amt. Dennoch wollen die Verantwortlichen möglichst früh einen Nachfolger präsentieren. Der soll dann so rasch wie möglich ins operative Geschäft einsteigen.

Dreht EU den Geldhahn auf?

Während bei der Suche nach einem Geschäftsführer die Verantwortlichen das Gesetz des Handelns in ihren Händen halten, ist das beim Ansuchen um EU-Fördergelder nicht der Fall. Bis jetzt ist völlig ungewiss, ob und in welcher Höhe die Europäische Union das Projekt Jugendwinterspiele subventionieren wird. „Es gibt grundsätzlich zwei Schienen: das Programm Erasmus plus oder das Europäische Parlament“, zeigt Sportlandesrätin Bernadette Mennel (54) die Möglichkeiten auf, die sie für die Lukrierung von EU-Geldern sieht. Landtagspräsidentin Gabriele Nussbaumer (57) besprach das Thema anlässlich ihres jüngsten Brüssel-Besuches. „Wir haben uns mit zwei EU-Parlamentariern im Vorfeld von Ausschüssen getroffen und für unsere Sache geworben“, berichtet die Landtagspräsidentin. Entsprechende Anträge wurden bzw. werden gestellt.
Dass eine EU-Unterstützung der Veranstaltung nicht als sicher gelten kann, muss Sportamtsleiter Michael Zangerl einräumen. „Es läuft jetzt zudem eine Periode von Förderrichtlinien aus und eine neue muss erst beschlossen werden. Wir versuchen natürlich alles, um zu Geld zu kommen.“ Für das geplante 7-Millionen-Euro-Budget hat der noch amtierende EYOF-Geschäftsführer Dubkowitsch 550.000 Euro als EU-Geld eingetragen. Andere Veranstalter bekamen schon viel mehr: Liberec (2011) 2 Millionen Euro, Tampere (2009) 1,5 Millionen Euro.

In knapp einem Jahr wird auf den Schanzen in Tschagguns reger Betrieb herrschen.     Foto: Meznar
In knapp einem Jahr wird auf den Schanzen in Tschagguns reger Betrieb herrschen.     Foto: Meznar

Wir haben beim EU-Parlament für unsere Spiele geworben.

Gabriele Nussbaumer
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