Die Wälderhalle steht auf wackeligen Beinen

von Geraldine Reiner

Alberschwende hat der Verlängerung des Optionsvertrags eine Absage erteilt.

Alberschwende. (VN-ger) Droht dem Projekt Wälderhalle das endgültige Aus? Nach dem derzeitigen Stand der Dinge ist das nicht ausgeschlossen. Wie berichtet, läuft die Kaufoption auf das Grundstück in Alberschwende-Müselbach am kommenden Freitag, 28. Februar, aus. Bis dahin hätten die Betreiber der Gemeinde ein durchfinanziertes und bewilligungsfähiges Projekt vorlegen müssen. Das war allerdings nicht zu schaffen, weshalb die Gemeinde um Zeitaufschub gebeten wurde. Diesem Wunsch wollten die Alberschwender Kommunalpolitiker nicht entsprechen und haben sich am Montagabend gegen eine Verlängerung der Option ausgesprochen. Jetzt bleibt den Projektwerbern nur noch eine Chance. 

„Es waren große Bemühungen da, allerdings wurden die Bedingungen nur zum Teil erfüllt“, begründet Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann die Absage. So liege der Gemeinde bis dato weder das Betreibermodell noch das Finanzierungskonzept in schriftlicher Form vor. Auch die geplante Verkehrsanbindung müsse nochmals überarbeitet werden.

Sondersitzung

Die Wälderhalle soll über eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen Unternehmern, Land und Bund finanziert werden. Laut Schwarzmann haben die Projektwerber zehn Millionen Euro für die Eishalle samt Disco, Restaurant und u. a. veranschlagt. „50 Prozent davon sollen von der öffentlichen Hand finanziert werden. Eine schriftliche Zusage gibt es bislang nicht“, führt die Gemeindechefin aus. Der Rest soll über einen Bankkredit und private Investoren gestemmt werden. Wie es nun weitergeht? Für den 31. März wurde eine Sondersitzung der Gemeindevertretung einberufen. Dort bekommen die Betreiber noch eine letzte Möglichkeit, das Projekt zu präsentieren. Außerdem will Schwarzmann alle Fördergeber an den Tisch holen und definitive Zusagen hören. Bis dahin wird auch die Gemeinde Bedingungen ausgearbeitet haben, unter denen dem Verkauf zugestimmt werden kann. Entweder komme es dann direkt zu einem Vertragsabschluss oder der Optionsvertrag werde verlängert. „Auch ein Nein ist natürlich möglich“, lässt sich die Bürgermeisterin alle Möglichkeiten offen.

Zumindest unter der Bevölkerung scheint die Wälderhalle gut anzukommen. Eine überwältigende Mehrheit befürwortet laut einer von den Projektwerbern in Auftrag gegebenen Umfrage das Projekt. Gleichzeitig wurde dabei für eine Mischung der Funktionen (Eissport, andere Sportarten, Unterhaltung, Restaurant) und für eine hohe Qualität bei der Architektur sowie den Angeboten plädiert. „88,4 Prozent würden dann in die Wälderhalle kommen“, lautet das Resümee der Befragung.

Die Bedingungen der ­Option wurden nur zum Teil erfüllt.

Angelika Schwarzmann
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.