„Über Gentechnikfreiheit nicht mehr diskutieren“

Arge-Milch-Chef Othmar Bereuter zu Gast in der VN-Redaktion und im Gespräch mit CR Verena Daum-Kuzmanovic. Foto: VN/Hartinger
Arge-Milch-Chef Othmar Bereuter zu Gast in der VN-Redaktion und im Gespräch mit CR Verena Daum-Kuzmanovic. Foto: VN/Hartinger

Diese sei in Vorarlberg gegeben – auch in Sachen Futtermittel, so Othmar Bereuter.

Schwarzach. (VN) Im Hinblick auf unsere Informationsveranstaltung „Gentechnikfreie Milch und Lebensmittel mit Gesicht“ am kommenden Dienstag um 19.30 Uhr im Multimediaraum der Vorarlberger Nachrichten, stattete uns der federführende Initiator der „gentechnikfreien Bodenseeregion“, Othmar Bereuter, seines Zeichens Vorarlberger Fachbereichsleiter und Milchwirtschaftsreferent, Geschäftsführer des Gebietslabors für Tierzucht und Milchwirtschaft, Sennereiberater in Sachen Technik, Ausstattung und Investitionen, zuständig für Alpsennschulungen, Käseprämierungen, Alpen und Qualitätsmanagement für Milcherzeuger in der VN-Redaktion einen Besuch ab.

Verbraucher wollen Gesundes

Aufgrund eines veränderten Konsumenten-Bewusstseins in Richtung regionale, gesunde Produkte kam bereits 2005 die Nachfrage für gentechnikfreies Soja und ebenso gentechnikfreie Zusatzstoffe seitens des Lebensmittelhandels. „Daraufhin haben wir eine Projektstudie erstellt und bis heute mit der Arge Milch Vorarlberg wirklich eine gentechnikfreie Kette vom Hersteller bis zum Verbraucher umgesetzt“, erklärt Othmar Bereuter die Achsen Landwirt, Verarbeitung und Zukauf von Futtermitteln. „Wir haben in Vorarlberg nicht die Flächen, um Getreide und Soja für die Futtermittelerzeugung anzubauen, daher wurde das Projekt Donau-Soja ins Leben gerufen, an dem wir uns beteiligten.“

Kontamination minimieren

„Hier hat es anfänglich Probleme gegeben, da etwa in Rumänien jahrelang genmanipulierte Pflanzen verwendet wurden. Da ist man dann wieder zurückgerudert“, erinnert sich Bereuter. „Fakt ist heute aber, dass in Österreich absolut sauberes, gentechnikfreies Soja angebaut wird. Der Großteil geht allerdings in den Nahrungsmittelbereich, der Rest reicht für den Futtermittelbedarf nicht aus, daher muss zugekauft werden.“ Und hier kommen die ausgearbeiteten Achsen zum Tragen. „Die internationalen Händler sind zertifiziert und wir können die Ware bis direkt zum Hersteller zurückverfolgen“, versichert Othmar Bereuter.

Glasklare Vorschriften

„Die Kette ist lückenlos und der südamerikanische Landwirt bekommt von uns für die saubere Ware auch 100 Euro mehr pro Tonne als es marktüblich ist“, erläutert Bereuter. Dieser Zukauf wird von den Verarbeitern beigemischt. Das sind sechs Unternehmen in Deutschland, Schweiz und in Österreich mit der Vorarlberg Mühle und der Rauch Mühle. „Die Höchstgrenze bezüglich Kontamination liegt bei 0,1 Prozent. Wer bei uns dabei ist, ist absolut sauber.“

Genaueste Kontrolle

In den Vorarlberger Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetrieben werden immer wieder genaue Kontrollen durchgeführt. „Für unsere Betriebe lege ich die Hand ins Feuer“, betont Bereuter, der sich von der Politik Rahmenbedingungen wünscht, die eine faire Abgeltung unserer Qualitätsprodukte sicherstellt. „Allerdings handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung. Wir müssen alle an einem Strang ziehen. Die Produzenten, der Handel, die Verbraucher und die Politik.“

„Gentechnikfreie Milch und Lebensmittel mit Gesicht“, es referieren Angelika Hilbeck von der ETH Zürich und Raimund Wachter von der V-Milch, Diskussion, geselliger Ausklang, im Multimediaraum der Vorarlberger Nachrichten, Gutenberstr. 1 in Schwarzach, am 19. November um 19.30 Uhr. Eintritt frei. Anmeldung erbeten unter Tel. 05572 33064, office@bodenseeakademie.at, www.bodenseeakademie.at

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