Vorarlberger, über die man spricht. Armin Pregler (46)

Neugierde als Triebfeder

von Klaus Hämmerle
Armin Pregler als Kontrolleur eines riesigen Bildungsangebots. Foto: VN/Hofmeister
Armin Pregler als Kontrolleur eines riesigen Bildungsangebots. Foto: VN/Hofmeister

Beratung ist die tägliche Begegnung mit Persönlichkeiten und Talenten, meint Armin Pregler.

Dornbirn. (VN-hk) Sie kommen zu ihm, wenn ihre Berufskarriere unvorhergesehene Haken schlägt; sie suchen ihn auf, wenn ihnen des Lebens Lauf im Netz totaler Sicherheit doch etwas zu eintönig wird; sie sind 16, sie sind 60, Männlein, Weiblein. Abenteuerlustig oder in Not. Armin Pregler (46) begegnet dem prallen Leben mit all seinen verschiedenartigen Geschichten täglich. „Und das macht mir ungemeinen Spaß“, sagt der Mitarbeiter der Einrichtung „Beratung für Bildung und Beruf“, kurz BIFO genannt. Drüber hinaus ist er der Projektleiter der Vorarlberger Weiterbildungsbank. Diese nennt man „Pfiffikus“. Sie bietet ihre Dienste unter der gleichnamigen Homepage www.pfiffikus.at an. Pregler versucht sicherzustellen, dass die rund 5000 angebotenen Kurse richtig zugeordnet sind und entsprechende Qualität aufweisen.

Gelernter Lehrer

Der in Dornbirn lebende gebürtige Lustenauer kann als Befähigungsnachweis für seinen Job sein eigenes Berufsleben hernehmen. Bildung und Veränderung spielten darin die tragenden Rollen. Nach der Matura ging’s für Armin Pregler, den seine Freunde „Apfel“ nennen, zum BWL-Studium nach Innsbruck. Danach holte er sich die pädagogischen Weihen zur Lehrberechtigung an Höheren Schulen. Soweit, so normal, so logisch. Doch als sich Pregler einige Jahre als Lehrer verdingt hatte, stellte er sich die Frage: „Ist das alles in meinem Berufsleben?“ Trotz einiger Warnungen kündigte er den sicheren Lehrerjob und betrat unsicheres Terrain. Er belegte Kurse für Coaching und Beratung, begann anschließend einen neuen Lebensabschnitt als selbstständiger Berater.

Die Selbstständigkeit

„Das war eine wunderbare Zeit“, sagt Pregler heute. „Ich genoss die Vorteile der Selbstständigkeit, fühlte mich wirklich frei. Doch natürlich hat die Selbstständigkeit nicht nur Sonnenseiten.“ Es waren dreieinhalb weitere Jahre ins Land gezogen, da beschloss Pregler seinen nächsten Berufswechsel. Er ließ sich zum Steuerberater ausbilden und nahm eine Anstellung an. Auch diesen Schritt bereut der Lustenauer nicht. „Ich werd’ nie vergessen, wie spannend die Gespräche mit Kundschaften über Bilanzen waren. Obwohl man im Vorfeld ziemlich viel Knochenarbeit zu erledigen hatte, um sich für diese Gespräche entsprechend vorzubereiten.“

Hobby Fußball

Seinen jetzigen Job beim BIFO sieht Pregler als maßgeschneiderte Weiterentwicklung in seiner Karriere. Speziell die Beratung hat es ihm angetan. „Ich freue mich immer wieder aufs Neue, Menschen gegenüberzutreten, die sich verändern wollen. Ich erlebe bei vielen meiner Klienten eine große Offenheit und auch eine Neugierde.“ Gerne sagt der 46-Jährige heute, dass er nie etwas gemacht habe, was ihm nicht gefallen hat. „Natürlich ist es auch sehr beruhigend, mit dem Lehrberuf stets ein fixes Standbein in der Hinterhand zu haben. Das macht dich irgendwie lockerer.“ Beständigkeit kennt Armin Pregler bei seinem Hobby. Noch immer spielt der FC-Lustenau-Fan mit jener Truppe Fußball, mit der er schon vor 20 Jahren zusammen war. „Ein Spaß, den ich niemals missen möchte.“

Ich freue mich, Menschen gegenüberzutreten, die sich verändern wollen.

Armin Pregler

Zur Person

Armin Pregler

Geboren: 2. März 1966

Wohnort: Dornbirn

Beruf: Bildungs- und Berufsberater

Familie: in fester Partnerschaft

Hobby: Fußball

Lieblingsspeise: Tzatziki

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