Zum Gedenken

Reuthe Peter Niederwolfsgruber wurde am 13. Oktober 1934 in St. Jakob im Defereggental geboren. Sein Vater war mit seiner Mutter in zweiter Ehe verheiratet. Peters Kindheit war geprägt von den harten, schwierigen Kriegsjahren und familiären Problemen, die sich durch die sechs Stiefgeschwister und drei leiblichen Geschwister ergaben. Bereits mit sechs Jahren wurden ihm 60 Ziegen aus dem Dorf zum Hüten anvertraut, was ihm den Namen „Ziegenpeter“ einbrachte. Tief traf ihn der frühe Tod seines Vaters als gerade mal Achtjährigen. Nach der Volksschulzeit erlernte er mit 15 Jahren in einem Betrieb in St. Jakob den Beruf des Tischlers. Die Entfernung zur Berufsschule im rund 40 km entfernten Lienz legte er oft mit seinem Mofa oder sogar zu Fuß zurück. Nach Beendigung seiner Ausbildung verließ er Osttirol und zog mit Anfang 20 ins Inntal. Durch eine Baustelle seiner Firma kam er zum ersten Mal in den Bregenzerwald und lernte dort Josef Kaufmann von der gleichnamigen Zimmerei kennen. Dieser war von dem jungen Mann so begeistert, dass er ihm eine Festanstellung anbot. Alle Vorgesetzten und Mitarbeiter schätzten sein Fachwissen und seine Art, für Probleme Lösungen zu finden. Bis zu seiner Pensionierung blieb er der Firma Kaufmann als angesehener Mitarbeiter treu. Mit dem damaligen Chef entstand eine tiefe Freundschaft, die so weit ging, dass dieser für die sechs Kinder das Patenamt übernahm.

Seine Frau Paulina lernte er während des Aufbaus des „Rohner Hüsles“ kennen. Die Hochzeit fand 1959 stand, fünf Jahre später zogen sie mit den ersten drei Kindern von Vorderreuthe nach Hof in das selbst errichtete Heim. Es folgten noch drei weitere Kinder. 50 Jahre später feierten sie bei guter Gesundheit mit ihrer Familie und dem Musikverein ihre Goldene Hochzeit.

Familienmensch

Über viele Jahre war Peter Mitglied beim Musik- und Handwerkerverein. Selbstverständlich waren die lückenlosen Teilnahmen an allen Vereinsaktivitäten. So wurde er schließlich auch von beiden Vereinen zum Ehrenmitglied ernannt.

Peter war ein Handwerker und Familienmensch. Seine Familie unterstützte er, wo er nur konnte. Gerade als alle Kinder ihre Häuser errichteten, war er immer mit Rat und Tat zur Stelle. Der Ehemann, Vater, Opa und Uropa hinterlässt eine große Lücke im Familienkreis und wird schmerzlich vermisst. In der Erinnerung seiner Lieben lebt er weiter. Möge er in seinem wohlverdienten Feierabend in Frieden ruhen!

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