Zum gedenken Elmar Haller

Pionier des örtlichen Sozialnetzes

Elmar Haller, Ehrenringträger von Langen bei Bregenz, verstorben.

LANGEN BEI BREGENZ Am 8. Dezember starb mit 92 Jahren Elmar Haller, früherer Vizebürgermeister und Ehrenringträger der Gemeinde Langen bei Bregenz. Er hatte sich in zahlreichen Vereinen, sozialen Institutionen, der Gemeindevertretung und vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten für das Gemeinwohl der Gemeinde Langen herausragende Verdienste erworben.

Insbesondere galt er auf Orts­ebene als Pionier für ein Sozialnetz. Mit Augenmaß, Hausverstand und Handschlagqualität zeichnete er sich trotz schwerer Inanspruchnahme durch seinen eigenen Handwerksbetrieb immer durch sein starkes Engagement für den Sozialbereich und die Betreuung alter und kranker Mitbürgerinnen und Mitbürger aus. Es war Elmar Haller, der den Krankenpflegeverein als Initiator ins Leben gerufen hat und der ihm als Obmann von 1969 bis 2004 vorstand. Dazu kam sein persönlicher Einsatz für die Errichtung des Altenwohnheimes Abt-Pfanner-Haus. Das war Ende der Sechzigerjahre für eine Kleingemeinde wie Langen eine soziale Großtat. Mitgearbeitet hat er auch bei der Erweiterung des Abt-Pfanner-Hauses in den Jahren 1984 und 1986.

Als Mitglied im Landesausschuss des Krankenpflegeverbandes Vorarlberg war Elmar Haller an der Ausarbeitung eines Punktesystems für die Leistungsabrechnung maßgeblich beteiligt. Auch nach der Übergabe dieser Funktionen zeigte er bis ins hohe Alter noch reges Interesse an diesen Institutionen.

Elmar Haller wurde am 6. Mai 1928 in Sulzberg geboren, wo er auch aufwuchs und die Schule besuchte. Anschließend absolvierte er im elterlichen Betrieb die Tischlerlehre. Mit 16 Jahren wurde er noch im Jänner 1945 zur deutschen Wehrmacht ins Reichsarbeitslager Pirtendorf in Salzburg eingezogen. Dort und in Saalfelden wurde er für den Einsatz vorbereitet. Am Tegernsee wurde Elmar Haller im Mai 1945 durch die vorrückenden amerikanischen Truppen gefangen genommen und kam in die Gefangenenlager Ochsenfurt am Main, Karlstadt am Main und Markt Heidenfels, wo er im September 1945 entlassen wurde.

Diamantene Hochzeit

Nach seiner Heirat mit Magdalena (geborene Pfanner) zog er nach Langen bei Bregenz. Der Ehe entstammten vier Kinder. Mit Magdalena konnte er noch das 60-jährige Hochzeitsjubiläum, die diamantene Hochzeit, feiern. In Langen gründete Elmar Haller auch seinen Tischlereibetrieb. Als selbstständiger Unternehmer leitete er auch durch 30 Jahre den örtlichen Wirtschaftsbund.

Elmar Haller war von 1970 bis 1985 Mitglied der Gemeindevertretung und von 1980 bis 1985 Vizebürgermeister. Seine Funktion als Gemeindevertreter war durch viele Bautätigkeiten geprägt, etwa dem Altersheim, der Totenkapelle, dem Friedhof und verschiedenen Kirchenumbauten. Dabei zeichnete ihn auch immer ein sparsamer Umgang mit den Gemeindefinanzen aus und mit seinem Charme, seinem Humor aber auch seiner „Bauernschläue“ konnte er vieles erreichen. Durch mehrere Perioden war er auch in der Wahlkommission tätig.

Auch für die Pfarre war Elmar Haller durch über 30 Jahre eine große Stütze, besonders als Organisator der Kirchenrenovierungen und für den Skiklub war er über 30 Jahre als Obmann bzw. Obmann-Stellvertreter tätig. Ein Beispiel für sein Engagement waren die mit seinen Vereinskollegen Sepp Hörmann und Alfons Kirchmann organisierten Altersausfahrten und Volksmärsche. Einen Höhepunkt bildeten die legendären Hirschberg-Abfahrtsläufe, die bis 1963 stattfanden. 1972 wurde das Kreuz auf dem Hirschberg aufgestellt. Elmar Haller war Träger des Silbernen Ehrenzeichens des Vorarlberger Skiverbandes.

Im Jahre 2000 wurde Elmar Haller vom Landeskameradschaftsbund mit dem Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet und 2011 zum Ehrenmitglied des Kameradschaftsbundes Langen ernannt. EE

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<p class="caption">Das Gemeinwohl in Langen war ihm ein ganz großes Anliegen.</p>

Das Gemeinwohl in Langen war ihm ein ganz großes Anliegen.

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Das Gemeinwohl in Langen war ihm ein ganz großes Anliegen.

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