Landwirt zu Unrecht angezeigt

Laut Vorwurf soll Blum auf dieser Fläche Kunstdünger zum Einsatz gebracht haben. VN

Laut Vorwurf soll Blum auf dieser Fläche Kunstdünger zum Einsatz gebracht haben. VN

Robert Blum aus Höchst hat auf seiner Wiese offenbar kein Gramm Kunstdünger eingesetzt.

Höchst Die Aufregung war groß und der im April dieses Jahres erhobene Vorwurf schwerwiegend: Robert Blum, Bio-Landwirt in Höchst, soll am 14. April 2020 auf einer als Natura-2000-Gebiet ausgewiesener Fläche von 30 Hektar Kunstdünger zum Einsatz gebracht haben.

Der Jungbauer, der übrigens als Bürgermeisterkandidat bei den im März abgesagten Gemeindewahlen für die FP an den Start gegangen wäre, sah sich daraufhin nicht nur mit Erhebungen der Bezirksbehörde Bregenz konfrontiert. Auch Mitarbeiter der Firma Bios, die den Hof in Höchst in Sachen Bio zertifiziert hatte, wurden tätig und nahmen Bodenproben (die VN berichteten). Selbst das Büro von Umweltlandesrat Johannes Rauch war von dem Fall in Kenntnis gesetzt worden. So hieß es in einer E-Mail, die auch den VN zugesandt worden war. Blum zeigte sich auf VN-Anfrage empört und wies die Vorwürfe von Anfang an strikt zurück: „Hier will mich jemand massiv anschwärzen, ich habe ausschließlich Biodünger verwendet.“ Nun stellte sich heraus, dass der junge Landwirt zu Unrecht angezeigt worden war. Weder der Sachverständige der Bezirksbehörde noch das Unternehmen Bios konnten anhand einer Bodenprobe den vermuteten Einsatz von Kunstdünger nachweisen. „Die Probe entspricht den gesetzlichen Vorgaben“, heißt es in einem Schreiben von Bios an den Landwirt. Blum selbst will das Ganze nicht so stehen lassen und lässt rechtliche Schritte prüfen. VN-TW

„Ich möchte das Ganze nicht so stehen lassen und prüfe rechtliche Schritte.“

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