Zum Gedenken

Bezau Von den Beschwerden des hohen Alters erlöst, wurde Annelies Meusburger vom Schöpfer in den ewigen Frieden heimgeholt. Die Verstorbene wurde am 7. Juli 1932 als drittes von 13 Kindern in die Familie des Land- und Gastwirtes Josef und der Elisabeth Meusburger, geb. Greber, in Bezau geboren. Der Schule entwachsen, arbeitete Annelies in den Sommermonaten auf der elterlichen Landwirtschaft. In der Winterzeit verdiente sie zwei Saisonen im Gastgewerbe in Hohenems und zwei Winter in einem Haushalt in Götzis ihr Geld. 1951 vermählte sie sich mit dem Landwirt Gottlieb Meusburger aus Bezau und zog mit ihm in die Bündt. Ihre Ehe wurde mit vier Kindern gesegnet. Inzwischen vergrößerte sich der Familienkreis mit 15 Enkelkindern und 26 Urenkeln. Lange Zeit pflegte sie gemeinsam mit ihrem Mann in ihrer Landwirtschaft auch Zuchtstiere für den Viehzuchtverein Bezau. Viele Jahre vermietete Annelies Fremdenzimmer an Urlaubsgäste, die ihre Gastfreundlichkeit sehr schätzten. Schwere Schicksalsschläge blieben ihr nicht erspart. 1972 verlor sie ihren Gatten Gottlieb durch einen plötzlichen Herztod. Nun musste sie als sorgende Mutter mit ihren vier unmündigen Kindern und der großen Landwirtschaft allein fertig werden. Schwer traf sie auch der frühe Tod ihres ältesten Sohnes Josef, der 2002 im Alter von 47 Jahren einem Krebsleiden erlag. Viele Jahre führte Annelies Besucher durch das Heimatmuseum in Bezau und vermittelte ihnen einen Rückblick auf Brauchtum und Kultur des Bregenzerwaldes. Besonders am Herzen lag ihr die Erhaltung und Pflege der Bregenzerwälder Tracht. Hierfür wurde ihr 2010 vom Heimatpflegeverein Bregenzerwald die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Seit frühester Jugend bis ins hohe Alter sang sie im Kirchenchor, manchmal auch solo. Mehr als 30 Jahre war sie auch in der Sing- und Tanzgruppe aktives Mitglied. Als ihre Kräfte nachließen und sie fremder Hilfe bedurfte, übersiedelte sie ins Sozialzentrum, wo sie Geborgenheit fand und bestens betreut wurde. Pfarrer Armin Fleisch feierte in Konzelebration mit Pfarrer Rudolf Bischof, Pater Ewald und Pater Kolumban den Auferstehungsgottesdienst, der vom Chor St. Jodok musikalisch begleitet wurde. Worte des Dankes und des Abschieds sprachen: Jos Franz für den Kirchenchor, Christian Meusburger für das Heimatmuseum und Ottilie Greber für den Bauernbund. Der Schöpfer möge der guten Mutter den ewigen Frieden schenken.

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