WAS WURDE AUS . . .? Dr. Helmut Mock (74), ehemaliger Topmanager (BASF, Hilti, Böhler-Uddeholm)

„Ich bin auch jetzt noch immer voll beschäftigt“

„Ich habe insgesamt 45 Länder bereist.“  Foto: VN

„Ich habe insgesamt 45 Länder bereist.“  Foto: VN

Management-Consulting, Teilnahme an internationalen Tagungen, Golf und Skifahren.

Wien. (ee) „Ich bin zwar vor 14 Jahren in Pension gegangen, aber ich bin noch immer voll beschäftigt.“ So der frühere Topmanager Dr. Helmut Mock (74), ein gebürtiger Rankweiler. Er lebt heute in Wien und ist seit sechs Jahren zum zweiten Mal verheiratet.

„Bis zu meinem 65. Lebensjahr habe ich dann noch an der Universität St. Gallen und an der SAP-Business School Vienna, Universität in Klosterneuburg, unterrichtet. Dabei ging es vor allem um Vertriebssteuerung“, erzählt Mock. Vorlesungen, bei denen es ebenfalls vor allem um Vertrieb ging, hielt er auch an der FH Vorarlberg und in Schloß Hofen.

Management-Consulting

Und weiter: „Fünf Jahre lang habe ich auch dem Universitätsrat der Wirtschaftsuniversität in Wien (WU) angehört. Die größte Entscheidung, die wir dort getroffen haben, war die für eine Campus-Lösung der WU, die dann auch beim Wiener Prater realisiert wurde.“ Weiter ist Mock bis heute auf dem Gebiet des Management-Consultings tätig und besucht zahlreiche internationale Tagungen. Dazu gehören das jährliche St. Gallen Symposium (ISC), eine Konferenz, die den Dialog zwischen den Führungskräften von heute und morgen fördern soll und einen Beitrag zu einer liberalen Wirtschaftsordnung leisten will.

Stammgast ist Helmut Mock auch bei der jährlich stattfindenden Gottfried-Haberler-Konferenz in Vaduz. Haberler war ein in Österreich geborener Nationalökonom, der in den USA lehrte und u. a. für freie Wechselkurse eintrat.

Im Winter hält sich Mock regelmäßig für zwei Wochen zum Skifahren in Lech auf. „Das ist mein Lieblingssport, mit Tennis habe ich aufgehört, ich spiele aber noch Golf und mache Wanderungen“, erläutert er.

Mock nimmt auch noch am Kulturleben in Wien regen Anteil und hat dazu die entsprechenden Opern- und Konzertabonnements. Ein Highlight für ihn sind auch die Opernaufführungen in Verona.

Englische Lektüre

Und: „Ich lese sehr viel, nicht nur Zeitungen, sondern auch Fachbücher zum Thema Wirtschaft – teilweise auch in englischer Sprache. Jährlich nehme ich auch noch am Treffen der Auslandsmanager teil und ich bin natürlich im Verein der Vorarlberger in Wien Mitglied, früher war ich dort auch im Vorstand“.

Karrieretipps

Was rät Mock jungen Vorarlbergern, die eine internationale Managementkarriere anstreben? „Auf ein akademisches Studium, speziell in St. Gallen, soll der berufliche Start in einem Großkonzern erfolgen. Ganz wichtig sind Englischkenntnisse, daher wäre ein Aufenthalt von ein bis zwei Jahren im englischsprachigen Raum wichtig und man muss natürlich auch sehr flexibel sein“, spricht Mock aus seinem Erfahrungsschatz.

Karrierestart bei BASF

Mock selbst bekam nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck 1968 die Chance, sein Können bei BASF Ludwigshafen unter Beweis zu stellen. Er begann im Vertrieb Kunststoffe und war dann sechs Jahre in der strategischen Planung tätig. „In dieser Zeit lernte ich nicht nur, wie man einen Großkonzern führt, sondern konnte auch internationale Erfahrungen sammeln. Nachdem ich bei BASF einer der jüngsten Handlungsbevollmächtigten wurde, hätte ich auf den nächsten Karriereschritt, die Prokura, noch acht Jahre warten müssen“, erinnert sich Mock.

Er entschloss sich deshalb, 1974 zu Hilti in Liechtenstein zu wechseln, wo er die nächsten 20 Jahre blieb. „Nachdem sich Martin Hilti zurückzog, suchte ich nach neuen Aufgaben, die ich 1995 bei Böhler-Uddeholm fand. Als die Vorstandsfunktion Vertrieb geschaffen wurde, übernahm ich diese Funktion, die ich bis zum Pensionsantritt innehatte“, so Mock abschließend.

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