Zum Gedenken

Richard Thoma

Dornbirn. Richard Thoma wurde am 23. 4. 1923 als zweites Kind seiner Eltern Alois und Emilie Thoma in Dalaas geboren. Bereits mit sechs Jahren verlor er seine geliebte Mutter. Ein Fahrradunfall im Alter von etwa zehn Jahren kostete ihn beinahe ein Bein, und diese Beeinträchtigung blieb sein Leben lang bestehen. Nach der Schulzeit erlernte Richard in Bludenz das Handwerk des Schuhmachers. Seine große Leidenschaft gehörte aber seit seiner Kindheit dem geliebten Akkordeon, dessen Spiel er sich großteils selbst beibrachte. Sein großes Können sprach sich herum, sodass er in den Nachkriegsjahren von der französischen Besatzung immer wieder beauftragt wurde, bei diversen Veranstaltungen zu musizieren. Dadurch war er viel unterwegs und lernte bei einer Zugfahrt die Dornbirnerin Emmy, geb. Paterno, kennen. Die beiden gaben sich am 29. 5. 1947 in Feldkirch das Jawort für ein gemeinsames Leben. Einige Jahre war Richard Berufsmusiker und hatte kaum Zeit für die Familie. So war er froh, dass er eine Anstellung und eine Wohnung bei der Firma Herrburger & Rhomberg fand. Somit wurde Dornbirn der Lebensmittelpunkt für Richard und Emmy sowie der Kinder Ingrid und Reinhard. Nach der Pensionierung zogen Emmy und „Ricardo“ in die Lustenauerstraße 47b.

Die Musik blieb sein ganzes Leben lang ein zentraler Punkt, noch bis Mitte Dezember war es der Wunsch von Richard, nach dem gemeinsamen Mittagessen am Sonntag für eine Stunde mit Sohn Reinhard zu musizieren.

Mit dem Tod seiner geliebten Frau Emmy im Jahr 2014 brach für Richard die Welt zusammen. Nach 67 gemeinsamen Ehejahren ging ein großer Teil seiner Lebensfreude verloren. Bis zu seinem Ableben konnte er den Verlust von Emmy nie richtig verarbeiten. Es war für Richard noch eine große Freude, mit seinen Enkeln und Urenkel das Nikolaus- und Weihnachtsfest feiern zu dürfen. Ab dem Dreikönigsfest war es ihm nicht mehr möglich, alleine aufzustehen. Die letzten Tage nahmen ihn Sohn Reinhard und Schwiegertochter Waltraud in ihr Heim auf. Tochter Ingrid besuchte ihn täglich, sodass er sich nie alleine fühlen musste. Die Betreuung durch den Krankenpflegeverein war großartig und von viel Menschlichkeit geprägt. Vorbereitet durch Krankensalbung und Kommunion schloss Richard am Mittwoch, 18. 1., seine müde gewordenen Augen. Er ruhe in Gottes Frieden.

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