Zum Gedenken

Jürgen Troy

Egg. Ein junger Gatte und Vater musste nach langer, schwerer Krankheit diese Welt verlassen.

Jürgen

Troy, geb. am 5. August 1973, zum Hof mit vier Geschwistern aufgewachsen, interessierte sich schon von klein auf für Holz. Nach der Pflichtschule arbeitete er bei Holzbautechnik Sohm in Alberschwende und später bei der Firma Head. Dann wechselte er in andere Sparten, zur Druckerei Teutsch in Bregenz und stellte sich auch als Hilfskoch in den Dienst. Weiters wirkte er gerne als Hutzieher bei der Firma Capo und machte Fahrdienste in die Schweiz. Es zog ihn wieder zum Holz, zum Holzbauwerk Kaufmann in Reuthe. Er arbeitete gerne und wehrte sich in der Zeit seiner Krankheit so lange es ging gegen die Frühpensionierung.

Schon mit 22 Jahren heiratete er seine Sonja Gmeiner aus Bizau, die er als junger Bub auf der Alpe kennengelernt hatte. Zwei Töchter waren dieser Ehe geschenkt, und sie hatten ein erfülltes Familienleben. Schöne gemeinsame Reisen in die Türkei, ans Meer oder an den Gardasee werden für seine Angehörigen schöne Erinnerungen bleiben. Im Jahr 2000 wurde ein Gehirntumor festgestellt, was unzählige Operationen, Klinikaufenthalte, Bestrahlungen und Chemotherapien zur Folge hatte. Sein guter Humor und seine positive Lebenseinstellung halfen ihm und seiner Familie, die Krankheit anzunehmen und durchzustehen. Sein Hund „Jacky“ war ihm ein treuer Freund und guter Begleiter in dieser schweren Zeit. Im November erhielt die Familie die Nachricht, dass Jürgen nur noch wenige Monate zu leben habe. Bei seiner Familie war er bis zum erlösenden Tod wunderbar eingebettet und umsorgt.

Viele Menschen feierten die Gottesdienste mit. Das Chörle „s’Mitanond“ gestaltete musikalisch. Pfarrer Friedl Kaufmann sprach zur Lesung über die Himmelsleiter, dass hinter diesem sichtbaren Himmel neues Leben auf uns wartet, wo unser Leben aufgehoben ist und wir glauben und vertrauen dürfen, dass Jürgen uns von dort aus Beschützer und Wegbegleiter ist. Auch in dieser schweren Zeit gilt: Das Abendrot des Todes ist das erste Aufleuchten eines neuen Tages. Robert Hammerer verabschiedete sich im Namen der Jahrgänger mit berührenden Worten. Ewiges Heil sei Jürgen geschenkt.

Albina Lang

Egg. Albina Lang, geb. Fetz, geboren am 9. 2. 1941 in Großdorf, gestorben am 30. 12. 2015 in Egg, hat eine tiefe innere Zufrieden-

heit und unermessliche

Lebensfreude ausgestrahlt. Ihre Krankheit, die sie im letzten Lebensjahrzehnt an den Rollstuhl gefesselt und ihren Bewegungsradius eingeschränkt hat, konnte dem keinen Abbruch tun.

Albina hat ihr Schicksal in Würde und Demut angenommen. Sie ist durch zahlreiche gesundheitliche Krisen gegangen. An der Hand anderer hat sie sich aber immer wieder in ihr Leben zurückgekämpft. Weil ihr Leben für sie – so, wie es sich ihr angeboten hat –, lebenswert und schön war. Sie hat sich an dem erfreut, was sie hatte. Sie ist nicht an dem verzweifelt, was sie nicht hatte. Sie war dankbar für das Vergangene und das Jetzt: ein wunderbares Elternhaus, eine glückliche Familie, Freunde, helfende Menschen, ihren Glauben und Erinnerungen, die sie hoch hinauf in ihre geliebte Bergwelt trugen.

Wenn man sie fragte: „Wio goht as dr?“, erhielt man als Antwort: „Danke, meor goht guod! Und wio goht as deor?“ Man hatte das Gefühl, dass ihre Krankheit, das „Eingeschränktsein“, das Abhängigsein von anderen für Albina nicht so wichtig war. Ihr Menschsein war nicht gebunden an diese widrigen Umstände, denn ihr Geist und ihr Herz waren frei. Albinas warme Herzlichkeit und ihr humorvoller Geist haben ihr Menschsein wertvoll und reich gemacht. Für sie und vor allem auch für uns. „’s Bienele“ hat mit ihrem Leben gezeigt, dass sich der Wert des Lebens von außen nicht bemessen lässt.

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