Zum Gedenken

Rosa Isele

Lustenau. Vor kurzem verabschiedete sich eine große Trauergemeinde beim Auferstehungsgottesdienst in der Pfarrkirche von Frau Rosa Isele, geborene Holzer. Kaplan Marius Dumea feierte den Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrer Stefan Amann, und gestaltete die Feier würdevoll.

Rosa Isele wurde an 20. Juni 1928 in eine große Lustenauer Familie geboren und erlebte mit ihren Geschwistern in bescheidenen Verhältnissen eine behütete Kinderzeit. In ihrer Familie bestand großer Zusammenhalt, und oft saßen nach Feierabend alle auf dem Bänkle und sangen Lustenauer Lieder. Gemeinsam bestellten sie auch ihr Ried und sorgten dafür, dass auch in Notzeiten kein Mangel war. Nach ihrer Schulzeit verdiente sie ihr erstes Geld in der Näherei Gottfried Hofer und wechselte später zur Näherei Erich Vogel. 1952 schloss sie mit Rudi Isele den Lebensbund und war ihm bis zu seinem Tod 2006 eine treu sorgende Gattin. Rasch wurde ihre Familie größer, denn 1953 wurde Tochter Hedy, 1954 Sohn Kurt und 1959 Tochter Beate geboren. Während der Krankheit ihres Vaters verdiente sie als Heimarbeiterin ihren Beitrag zum Familieneinkommen. Neben ihrer Berufsarbeit und dem Einsatz für die Familie war der Garten jener Ort, an dem sie Freude und Abwechslung fand. Die Aufzucht und Pflege ihrer Blumen bereiteten ihr viel Freude. Als ihre Mutter 1969 erkrankte, übernahm sie auch ihre Pflege. Während dieser Zeit wurde sie nochmals schwanger und schenkte ihrer Tochter Gabriele das Leben. Rosi war eine gute Mutter, die sich um ihre Kinder kümmerte und für ihre kleinen und großen Sorgen immer ein offenes Ohr hatte. Mit wunderbaren, selbst erfundenen Geschichten verstand sie es, ihre Kinder immer wieder zu fesseln. Als ihre Kinder eigene Familien gründeten, trafen sie sich noch gerne bei der Mutter bei Kuchen, Zopf und Kaffee. Auch ihre große Enkelschar erlebte die Stunden bei der Oma mit Freude und hielt sich immer gern bei ihr auf. Als 2006 ihr Mann überraschend starb, erkrankte auch sie bald. Das Leiden verschlimmerte sich im Laufe der Jahre zusehends, bis sie schließlich auf die Pflege von Hajmalka, Lydia und Tatjana angewiesen war. Durch die Mithilfe der Kinder und Enkel konnte sie bis zuletzt in ihrem Haus in der gewohnten Umgebung bleiben. Die regelmäßigen Besuche ihrer Urenkel machte ihr in den letzten Lebensmonaten viel Freude.

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