Raser droht Polizisten

Gegen den rabiaten und randalierenden Raser musste von der Polizei die Festnahme ausgesprochen werden.  SYMBOL/POLIZEI

Gegen den rabiaten und randalierenden Raser musste von der Polizei die Festnahme ausgesprochen werden.  SYMBOL/POLIZEI

Aggressiver Schweizer lieferte Exekutive Verfolgungsjagd bis zum Bregenzer City-Tunnel.

Bregenz Es war um 0.40 Uhr auf der Rheinstraße in Bregenz: Einer Streife der städtischen Polizeiinspektion fiel ein Pkw mit Schweizer Kennzeichen auf, der mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Stadtmitte unterwegs war.

Die Polizisten fuhren dem zunächst unbekannten Raser nach. Letzterer machte jedoch keine Anstalten, sein Fahrzeug anzuhalten. Vielmehr drückte er noch mehr aufs Gas und bedrängte andere Autofahrer. „Er fuhr knapp auf, überholte und hetzte die anderen Verkehrsteilnehmer“, umschrieb die Polizei die massiven Übertretungen des Schweizers nach der Straßenverkehrsordnung. Im Bereich des City-Tunnel-Portals gelang es den Beamten schließlich, den Schweizer anzuhalten und zu kontrollieren.

Mit Erschießen gedroht

Es wurde zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit: Der 38-jährige Schweizer verhielt sich bei der Kontrolle äußerst aggressiv, schrie die Beamten an, beschimpfte sie und bedrohte sie gar mit dem Erschießen.

„Allerdings hatte der Mann tatsächlich keine Waffe bei sich, er hat eben nur so gedroht“, sagte Polizeisprecher Horst Spitzhofer den VN. Sein Verhalten war für die Beamten jedenfalls Grund genug, den Wüterich zum Alko-Test mit dem Vortestgerät aufzufordern. Das erwies sich allerdings als nicht zielführend, worauf der 38-Jährige zur Polizeiinspektion Bregenz gebracht wurde. Dort verweigerte er den Alko-Test, worauf ihm der Führerschein und die Fahrzeugschlüssel abgenommen wurden.

Beim Verlassen der Polizeiinspektion hatte sich der Schweizer immer noch nicht beruhigt und beschädigte eine Überwachungskamera, die Haupteingangstüre und eine Nebentüre.

Private Probleme

Der 38-Jährige wurde daraufhin festgenommen und in die Arrestzelle verbracht. Er konnte erst am Donnerstagvormittag zum Sachverhalt einvernommen werden. Als Grund für sein Verhalten gab der Schweizer private Probleme und den Verlust seines Arbeitsplatzes an.

Der Mann wird nun wegen gefährlicher Drohung und Sachbeschädigung sowie verschiedener Verwaltungsübertretungen angezeigt. VN-GS

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