Ein Lebenswerk in Asche verwandelt

von Gerhard Sohm
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Mäder: Brandstifter wüteten im Alamannendorf wie die Vandalen.

Mäder Die Mitglieder des Alamannenkreises Mäder, so kennt man sie landauf und landab: Fröhlich feiernd und im Trommelwirbel ihre rituellen Tänze aufführend.

Mehr als ein Dutzend an der Zahl, begeistern sie beim Reiseziel Museum das Publikum mit ihrem Handwerk und ihren Darbietungen. Die Welt des sechsten Jahrhunderts in Vorarlberg erwacht. An ihrer Spitze stehen der 47-jährige Brandolf Höss und seine gleichaltrige Frau Heria.

Ein Leben für die Natur

Das Ehepaar, stets in historischer Alamannenkluft gewandet, hat sich der Natur verschrieben. Im Geiste wie im wirklichen Leben.

Ihre Kenntnisse vermitteln sie bei Kursen und Führungen, im Wald und im Alamannendorf in Mäder, das sie mit ihren eigenen Händen erbauten. Doch seit Dienstag herrscht gespenstische Stille im sonst so von Leben erfüllten „Langhaus“ des Dorfes. Der Gestank von Rauch, verbrannten Fellen und Asche liegt in der Luft. Noch immer.

In der Nacht zuvor drangen zwei Unbekannte in das mit einem aufwendigen Schilfdach rekonstruierten Lehmhaus, brachen die Türen auf, zerstörten liebevoll gefertigte Tonkrüge, vernichteten bemalte Leinenbilder, entfachten Feuer mit gelagertem Brennholz und legten das gesamte Inventar – unter anderem wertvolles Mobiliar und Rentierfelle – in Schutt und Asche.

Unschätzbarer ideeller Schaden

Vieles davon waren Geschenke, aber vieles auch in jahrelanger Handarbeit von den Alamannen selbst angefertigt. Der materielle, von der Versicherung nicht gedeckte Sachschaden mag einen Wert von mehreren Tausend Euro haben, doch der ideelle Schaden ist unschätzbar. Brandolf Höss: „Es war am Dienstagvormittag, als wir den Brand entdeckten. Wir wollten gerade einen Räucherkurs veranstalten. Die Flammen standen schon meterhoch.“ Die sofort alarmierte Feuerwehr konnte das Schlimmste noch verhindern. Brandolfs Frau Heria ist entsetzt: „Wer tut uns so etwas an? Und warum?“

Diese Frage ist nicht geklärt, die Polizei ermittelt. „Nun müssen wir wieder bei null beginnen“, seufzt Brandolf, doch nicht ohne gleichzeitigem Optimismus: „Durch das Jammern allein kommt nichts zurück.“ Nicht nur viele Bürger der Gemeinde, sondern auch zahlreiche Freunde haben Hilfe zugesagt. Wer dafür spenden will, dass dieses außergewöhnliche Museum wieder zu neuem Leben erwacht, kann seinen Beitrag unter der Kontonummer AT95 2060 4009 0000 0886 leisten.

<p class="caption">Vergangenes Lächeln: Die „Alamannin“ Adale (l.), Brandolf und Heria Höss (hier im nunmehr leeren Langhaus) haben viel von ihrer Fröhlichkeit verloren.  VN/SOHM</p>

Vergangenes Lächeln: Die „Alamannin“ Adale (l.), Brandolf und Heria Höss (hier im nunmehr leeren Langhaus) haben viel von ihrer Fröhlichkeit verloren.  VN/SOHM

<p class="caption">Liebevoll mit historischem Interieur ausgestattet: Das „Langhaus“ vor dem sinnlosen Brandanschlag. Nun bleibt nur noch die Frage nach dem Warum.  ALAMANNENKREIS MÄDER</p>

Liebevoll mit historischem Interieur ausgestattet: Das „Langhaus“ vor dem sinnlosen Brandanschlag. Nun bleibt nur noch die Frage nach dem Warum.  ALAMANNENKREIS MÄDER

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