Schwindel mit Handy-Verträgen

Handybesitzer standen im Visier der beiden verdächtigen Männer, die persönliche Daten ausforschten und falsche Verträge versandten.  Symbol/VN/Paulitsch

Handybesitzer standen im Visier der beiden verdächtigen Männer, die persönliche Daten ausforschten und falsche Verträge versandten.  Symbol/VN/Paulitsch

Vorarlberger Duo steht unter Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs.

Rankweil Der eine Verdächtige war Angestellter einer österreichweiten Handelskette, der andere eine Art „selbständig“. Beide hatten etwas gemeinsam: Sie waren Komplizen, arbeiteten zusammen und strickten gemeinsam ein betrügerisches Netz – bis am vergangenen Mittwoch eine Wiener Polizeidienststelle ihre Kollegen der Polizeidienststelle in Rankweil über eine Betrugsanzeige in Kenntnis setzte. Somit standen die kriminellen Machenschaften des Duos vor der Aufklärung.

Ein dubioser Vertrag

So hatte ein Geschädigter in Wien der Polizei angezeigt, dass bei ihm eine Rechnung über einen Handyvertrag in den Briefkasten geflattert sei, den er nie abgeschlossen hatte. Dieser Vertrag sei zur Verwunderung des „Kunden“ von ihm in einer Rankweiler Filiale der erwähnten Handelskette abgeschlossen worden. Die Polizei Rankweil begann zu ermitteln. Ihre Erhebungen führten schließlich zu einem 28-jährigen Angestellten, der für insgesamt drei Vorarlberger Filialen des Unternehmens tätig und für Vertragsabschlüsse zuständig war. Die Ermittlungen erwiesen sich als Volltreffer, führten sie doch auch zum 26-jährigen mutmaßlichen Mittäter des Hauptverdächtigen. Dieser war zwar nicht Mitarbeiter der Handelskette, trug jedoch entscheidend dazu bei, dass sein Komplize die Vertragsabschlüsse durchführen konnte.

Und das funktionierte so: Der 26-Jährige verstand sich offenbar auf die Ausforschung von persönlichen Informationen über Personen, etwa ihrer Bankdaten. Wie er das konkret bewerkstelligte, wird laut Information der Polizei gegenüber den VN noch untersucht, jedenfalls sollen beide Verdächtigen „äußerst gefinkelt“ vorgegangen sein.

30.000 Euro Schaden

Mit den Informationen schloss der Hauptverdächtige Verträge mit ahnungslosen Personen ab und versandte Rechnungen an sie. Bisher sind etwa ein Dutzend Geschädigte und ein entstandener Schaden von bisher 30.000 Euro ermittelt worden.

Cannabis und Schrotflinte

Beide Beschuldigten sind geständig. Bei einer gerichtlich angeordneten Hausdurchsuchung konnten beim 26-jährigen verdächtigen Mittäter zehn SIM-Karten, mehrere Mobiltelefone und eine geringe Menge Suchtgift (Cannabis) sichergestellt werden. Weiters wurde eine CO2-Schrotflinte, geladen mit Gummigeschossen, sichergestellt, obwohl gegen den 26-Jährigen ein Waffenverbot besteht. Die Verdächtigen werden bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch angezeigt. VN-GS

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