Giftfässer hinter Gartenmöbeln

Die Polizeibeamten staunten nicht schlecht, als sie sahen, was sich auf der Ladefläche hinter den Gartenmöbeln befand.  polizei

Die Polizeibeamten staunten nicht schlecht, als sie sahen, was sich auf der Ladefläche hinter den Gartenmöbeln befand.  polizei

Undeklarierter Gefahrguttransporter mit schweren Mängeln aus dem Verkehr gezogen.

Dornbirn Bereits am Vormittag des 25. Februar wurde von der Verkehrsabteilung im Raum Dornbirn ein slowenisches Sattelkraftfahrzeug einer routinemäßigen Kontrolle unterzogen.

Laut den Frachtpapieren sollte der Lenker Gartenmöbel von Belgien nach Italien transportieren. Eine erste grobe Sichtkontrolle von der Rückseite des Sattelanhängers in den Laderaum bestätigte anfänglich auch diesen Eindruck.

Eindruck täuschte

Als die Ladefläche dann genauer überprüft wurde, stellte sich allerdings ein ganz anderes Bild heraus: Hinter den Gartenmöbeln kamen 4,2 Tonnen sehr toxisches (giftiges) und ätzendes Gefahrgut in Fässern zum Vorschein, das zudem nicht gesichert war. Unverzüglich wurde ein chemisch-technischer Sachverständiger des Umweltinstitutes der Vorarlberger Landesregierung miteinbezogen. Zusätzlich führte der Lenker die für einen Gefahrguttransport erforderlichen Dokumente und Ausrüstungsgegenstände nur bedingt mit.

Das Sattelkraftfahrzeug war außerdem nicht als Gefahrguttransport mit orangefarbenen Tafeln gekennzeichnet. Bei der Untersuchung durch Techniker wurden neben mehreren schweren technischen Mängeln auch Mängel der Kategorie Gefahr im Verzug an den Bremsen des Sattelzugfahrzeuges und des Sattelanhängers sowie auch am Radlager festgestellt, weshalb auch aus diesen Gründen eine Weiterfahrt zu untersagen war. Das komplette Sattelkraftfahrzeug wurde durch die Polizei zu einem Nachsorgeunternehmen begleitet und dort sicher abgestellt. Die Kennzeichentafeln samt allen Dokumenten wurden vorläufig abgenommen.

Beförderung untersagt

Von der BH Dornbirn ist eine Untersagung der Beförderung mittels Bescheid ausgesprochen worden. Seitens der Polizei wurden zur Sicherstellung des Strafverfahrens Sicherheitsleistungen in der Gesamthöhe von 9650 Euro eingehoben.

Gegen den Lenker, Beförderer, Verlader und Absender der gefährlichen Güter werden Anzeigen an die BH Dornbirn erstattet. Nach der Durchführung der erforderlichen Reparaturen, Umladen des Gefahrgutes auf ein entsprechendes Gefahrgutfahrzeug und dem Bezahlen der Sicherheitsleistung durfte der Fahrer die Fahrt mit den Gartenmöbeln dann am 28. Februar fortsetzen.

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