„Dicker Fisch“ ging ins Netz

Lindau, Bregenz Einer Zivilstreife der Grenzpolizei Lindau fiel am Wochenende ein BMW mit österreichischem Kennzeichen auf der A 96 auf, wo er von Memmingen kommend Richtung Lindau unterwegs war. Dabei stellten die Grenzpolizisten eine nicht alltägliche Fahndungsausschreibung gegen den Lenker, einen verheirateten Kosovaren, fest. Seit Ende 2019 wurde er aufgrund eines Ersuchens der kosovarischen Sicherheitsbehörden an Interpol zur Auslieferung gesucht. Hintergrund ist seine Beteiligung an einem Rauschgifthandel in seiner Heimat, bei der 129 Kilogramm Marihuana in dessen Wohnhaus sichergestellt wurden. Durch ein Gericht in Pristina wurde er deshalb 2015 rechtskräftig zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Seitdem war der in Vorarlberg gemeldete Gesuchte untergetaucht. Seine Wohnsitze wechselte er ständig und auch der von ihm benutzte BMW war nach Rücksprache mit dem Landeskriminalamt in Bregenz durch die Behörden stillgelegt.

Zudem besitzt der Festgenommene auch keinen Führerschein und führte ein verbotenes Springmesser mit sich. Nachdem der Haftbefehl über das Bundeskriminalamt angefordert wurde, konnte der Rauschgifthändler am Samstagmittag beim Haftrichter vorgeführt werden. Der geständige Täter wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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