Weiterer Knochenfund

Polizei wurde bei Suche nach weiteren sterblichen
Überresten der vermissten Lustenauerin fündig.

Hohenems, Dornbirn 14 Beamte der Alpinpolizei und 31 Schüler der Sicherheitsakademie Feldkirch haben am Donnerstag im Bereich der Dornbirner Spätenbachalpe mit der Suche nach weiteren sterblichen Überresten jener 26-jährigen Lustenauerin begonnen, die seit dem 5. März dieses Jahres abgängig war. Im Verlauf der umfangreichen Suche konnte im Bachbett des Spätenbachs ein weiterer Knochenteil gefunden werden, der zur Untersuchung dem gerichtsmedizinischen Institut in Innsbruck übergeben wird. Bereits Anfang September hatte ein Wanderer im Spätenbach Knochenteile gefunden und sie zur Polizei gebracht.

Tage danach stieß die Polizei bei einer Suchaktion im Bereich der Alpe auf weitere Knochen. Eine genetische Analyse ergab, dass die sterblichen Überreste eindeutig der Abgängigen zuzuordnen sind.

Schwierige Bedingungen

Polizeisprecher Fabian Marchetti (33) zum Anlass der erneuten Suchaktion: „Die bisher gefundenen Knochenteile ergaben bisher keinen Aufschluss über die Todesursache. Deshalb suchen wir weiter, auch nach Kleidungsstücken oder persönlichen Gegenständen der Frau.“ Die Suche gestaltete sich aufgrund der Witterungsbedingungen am Vormittag nicht einfach. Alpinpolizei-Einsatzleiter Andreas Amann (38): „Der Boden ist aufgrund des Regens nass und rutschig. Die Einsatzkräfte müssen sich im steilen Gelände mit Seilen absichern, um sich nicht in Gefahr zu bringen.“ Die 26-jährige Lustenauerin hatte die elterliche Wohnung am Tag ihres Verschwindens ohne Mobiltelefon verlassen. Deshalb war eine Handy-Ortung unmöglich. Das Telefon wurde jedoch von der Polizei ausgewertet, ebenso der Laptop der jungen Frau. Soziale Medien wurden durchforstet, Angehörige und Bekannte befragt und nach eventuellen neuen Kontakten der Abgängigen geforscht.

Polizeisprecher Marchetti zum bisherigen Resümee: „Ein Gewaltverbrechen halten wir eher für unwahrscheinlich. Demgegenüber gibt es aber Anhaltspunkte, dass sich die Frau aus freien Stücken in dieses Gebiet begeben hat.“ Es werde jedoch weiterhin in alle Richtungen ermittelt. VN-GS

„Ein Gewaltverbrechen halten wir eher für unwahrscheinlich.“

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