Mit 800 Gramm Heroin über Schweizer Grenze

von Christiane Eckert

Drei Jahre Haft für Süchtigen – Therapie kommt nicht infrage.

Feldkirch. (ec) Regelmäßig fuhr der junge Mann in die Schweiz, um sich Heroin zu besorgen. „Ich war schwer krank“, räumt er ein. Die Mutter weint, verkraftet kaum, ihren Sohn im Gefängnis zu sehen. Er gibt zu, unter anderem die harte Droge eingekauft und 90 Gramm weitergegeben zu haben. Den Großteil brauchte der Abhängige für sich selbst. Er wurde von der Polizei einvernommen und die rechnete Mengen hoch. Am Tag darauf ging der Beschuldigte zu den Beamten und gestand ein, dass es noch mehr war. „Ich will reinen Tisch machen“, sagte er. Für die Möglichkeit einer Therapie statt Strafe ist die Menge allerdings zu hoch.

Größter Bonuspunkt

Drei Jahre werden vom Schöffensenat ausgemessen. Ein mildes Urteil – bei einem Rahmen von eins bis fünf Jahren. Der stärkste Milderungsgrund war das umfassende Geständnis „Das hat Ihnen eine höhere Strafe erspart“, heißt es in der Begründung. Aufgrund der Vorstrafenbelastung ist eine teilbedingte Nachsicht nicht möglich. Von der Qualität her war das Heroin schlecht, der Reinheitsgrad gering. „Ich will, dass mein Sohn aus diesem Teufelskreis herauskommt, er ist ein guter Junge“, schrieb die Mutter des Mannes an die Richterin. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Ich will, dass mein Sohn aus diesem Teufelskreis herauskommt.

Mutter des Angeklagten
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