Auf Gleis geparkt: Alko-Lenker freigesprochen

von Jörg stadler
VN-Bericht vom 29. Jänner 2014.
VN-Bericht vom 29. Jänner 2014.

Kollision zwischen Zug und Pkw bleibt ohne strafrechtliche Konsequenzen.

Feldkirch. (VN-sta) Es war eine gefährliche „b’soffene G’schicht“, wegen der sich ein Liechtensteiner (25) kürzlich vor dem Bezirksgericht Feldkirch verantworten musste. Der Lenker hatte sein Auto in der Nacht zum 27. Jänner zur Hälfte auf den Gleisanlagen nahe der Haltestelle Feldkirch-Tisis abgestellt. In den frühen Morgenstunden kam es dann, wie es kommen musste: Ein Güterzug kollidierte mit dem Wagen, der dabei etwa 100 Meter weit mitgeschleift und völlig demoliert wurde. Auch an der Lokomotive entstand Sachschaden, zudem wurden die Gleisanlagen leicht beschädigt. Der Lenker hatte sich schon Stunden zuvor aus dem Staub gemacht und meldete seinen Wagen als gestohlen. Die Polizei kam dem dreisten Liechtensteiner aber schnell auf die Schliche und zeigte ihn schließlich wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit an. Von diesem Vorwurf wurde der 25-Jährige nun freigesprochen. Wie Gerichtssprecher Norbert Stütler auf VN-Anfrage mitteilte, habe der Richter „keine konkrete Gefährdung der körperlichen Sicherheit des Lokführers“ gesehen. Stütler verwies auf den Masseunterschied zwischen dem Auto und der Lokomotive. Um die Strafe wegen Alkohols am Steuer wird der Liechtensteiner allerdings nicht herumkommen. Auch die ÖBB wird ihren Schaden wohl geltend machen.

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