Schafzüchter vermutet gezielte Tat

Im hinteren Teil der Weide fand Bernd Bechter am Montagmorgen eines seiner Schafe tot vor. Foto: vn/hartinger
Im hinteren Teil der Weide fand Bernd Bechter am Montagmorgen eines seiner Schafe tot vor. Foto: vn/hartinger

Unbekannter erschoss trächtiges Schaf – ­Besitzer Bernd Bechter tippt auf Racheakt.

wolfurt. (VN-mef) Tatort: Wolfurt. Opfer: ein eineinhalbjähriges Schaf. Motiv: unklar. Gehörig erschrocken ist der Schwarzacher Bernd Bechter am Montagmorgen. Auf der Weide neben einem Schuppen auf Höhe der Schlossgasse lag eines seiner Schafe tot im Gras. Es ist aber weder von einem wilden Tier angefallen worden noch an einer Krankheit gestorben. Es wurde mit einem Schuss in den Hals niedergestreckt. „Ich weiß nicht, wer so etwas tut“, sagt der 39-Jährige. Er ist noch immer fassungslos. In rund vier Wochen hätte das Schaf zum ersten Mal Lämmchen zur Welt bringen sollen. Für den Schwarzacher steht fest: Die werdende Schaf-Mama wurde absichtlich erschossen.

Ermittlungen laufen

Bechter hat wenig später Anzeige bei der Polizei erstattet. Diese nahm Ermittlungen wegen Tierquälerei auf und hofft noch immer auf Hinweise aus der Bevölkerung. „Das Tier wurde auf offenem Feld erschossen. Es gibt keine Spur, daher ist es nicht einfach für uns, zu ermitteln“, gesteht einer der Beamten der Polizeiinspektion Wolfurt. Im Vorjahr war in der Gemeinde eine Ziege erschossen worden. Auch damals konnte der Verantwortliche nicht ausgeforscht werden. Da dieser Vorfall allerdings schon über ein Jahr zurückliegt, halten die Beamten einen Zusammenhang für eher unwahrscheinlich. Ausgeschlossen wird er aber nicht.

Bleibt die Frage: Wer hat am Montagmorgen geschossen? Die Polizei tappt im Dunkeln. Es könnte ein Tierquäler gewesen sein, der gezielt geschossen hat. Es könnte sich aber auch genauso gut um einen Unfall gehandelt haben. Jäger sei es jedenfalls keiner gewesen. Dem ging Bechter bereits nach. „Ich habe mit den Zuständigen gesprochen. Sie haben mir versichert, dass es kein Jäger gewesen sei.“

Da das Projektil nicht auffindbar ist, ist auch noch unklar, mit was für einer Waffe der Unbekannte das Schaf erlegte. Geschäftsmann Bechter vermutet eine gezielte Tat. „Es gibt viele Neider. Ich denke, da wollte mir jemand eins auswischen. Aber herauszufinden, wer es war, wird wohl fast unmöglich sein.“

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