80-jähriger E-Biker tödlich verunglückt

Der tote Radfahrer wurde im Graben gefunden.
Der tote Radfahrer wurde im Graben gefunden.

lauterach. Ein 80-jähriger Mann ist am Donnerstagabend bei der Fahrt mit seinem E-Bike in Lauterach tödlich verunglückt. Der in der Schweiz lebende Vorarlberger wurde kurz nach 19 Uhr von einem Passanten leblos in einem Graben im Ried entdeckt. Die Todesursache sei noch unklar, berichtet die Polizei.

Der Mann hatte sich offenbar in einer Riedhütte aufgehalten und dürfte bei der Heimfahrt vom Weg abgekommen und gestürzt sein. Man gehe von einem Unfall aus, hieß es seitens der Exekutive. Zeugen für den Hergang gebe es nicht. Ob eine Obduktion der Leiche angeordnet wird, ist noch nicht entschieden.

Auch E-Bike-Fahren muss gelernt werden

Betagte und ungeübte Personen mit E-Bikes häufig überfordert.

(VN-mm) „Elektrofahrräder sind ein wertvolles Modul in der Mobilität“, stellt Ing. Franz Rein, Geschäftsführer der Initiative Sichere Gemeinden, neutral fest. „Aber“, folgt die Einschränkung auf dem Fuß, „ungeübte und betagte Menschen sind damit häufig überfordert.“ Weil die Koordination nicht mehr so ausgeprägt ist und die Geschwindigkeit eines E-Bikes unterschätzt wird. Dieses Problem haben laut Rein zuweilen aber auch Autofahrer. Außerdem sei der Bremsweg bei einem E-Bike länger als bei einem normalen Rad. Sein dringender Appell: „Wer sich ein E-Bike zulegen will, sollte auf jeden Fall zuerst im Schonraum üben.“ Kurse veranstaltet die Initiative Sichere Gemeinden auf Nachfrage.

Im Dilemma

Zwei schwere Unfälle mit betagten E-Bike-Fahrern an einem Tag: Auch Chefinspektor Meinrad Müller vom Landespolizeikommando weiß um die Problematik. Und die Schwierigkeit, etwas zu verändern. „Die Räder sind zugelassen, jeder darf damit fahren“, bringt er das Dilemma auf den Punkt. Für das vergangene Jahr weist die Statistik Austria 5745 verunglückte Radfahrer aus, um 18 Prozent mehr als im Jahr davor.

Nicht ersichtlich ist, wie viele E-Biker betroffen waren. „Genau das wäre jedoch wichtig zu wissen“, meint Müller. Mit einem neuen Erhebungsprogramm, das derzeit beim Landespolizeikommando installiert wird, soll dies künftig möglich sein.

Schon jetzt gibt es Kurse für angehende E-Bike-Fahrer. Die Infoveranstaltungen dazu sind meist gut besucht und die Teilnehmer begeistert, wenn sie die verschiedenen Räder ausprobieren können. Anders die Situation bei den Trainingskursen. „Hier herrscht noch vielfach die Meinung vor, dass fürs Radfahren keine Übung nötig ist“, schildert Franz Rein seine Erfahrungen. Vereine verknüpfen beispielsweise Seniorenausfahrten inzwischen schon mit Trainingsstunden. Das funktioniere gut.

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