„Jackpot-Knacker“ und Casino einig

Für „Jackpot-Knacker“ Behar Merlaku (l.) und seinen Anwalt Thomas Kerle ist der Fall nun abgeschlossen. Foto: vn/hofmeister
Für „Jackpot-Knacker“ Behar Merlaku (l.) und seinen Anwalt Thomas Kerle ist der Fall nun abgeschlossen. Foto: vn/hofmeister

Schweizer und Casino Austria AG beendeten Verfahren durch „ewiges Ruhen“.

feldkirch. (VN-mef) Ende gut, alles gut: Als der Spielautomat im Casino Bregenz im März des vergangenen Jahres die Gewinnsumme von rund 43 Millionen Euro anzeigte, konnte Behar Merlaku sein Glück kaum fassen. Doch der Freudentanz des 27-jährigen Schweizers wurde sogleich beendet. Die Casinos Austria AG wollte den Betrag nicht auszahlen und berief sich auf einen Softwarefehler. Merlaku klagte. Nach zwei Verhandlungstagen und zahlreichen Gesprächen konnten sich die Parteien nun eineinhalb Jahre später außergerichtlich einigen, wie Landesgerichtssprecher Reinhard Flatz bestätigte.

Doch noch Millionär?

Der Fliesenleger aus der Schweiz könnte nun doch noch Millionär geworden sein. Sein Anwalt Thomas Kerle wollte sich zur kolportierten Summe von einer Million Euro allerdings genauso wenig äußern wie Casino-Sprecher Martin Himmelbauer.

Der Schadensersatzprozess war im Jänner am Landesgericht Feldkirch gestartet. Merlaku forderte fünf Millionen Euro. Die vollen 43 Millionen wollte der Schweizer nicht verlangen, da ihn das laut Kerle finanziell hätte ruinieren können. Sein Mandant hätte nämlich eine halbe Million für die Gerichtskosten vorausbezahlen müssen. Für die Streitsumme von fünf Millionen mussten 63.000 Euro im Voraus bezahlt werden.

„Vernünftige“ Lösung

Zu Prozessbeginn zeigten sich die beiden Parteien wenig kompromissbereit. Die Casinos Austria AG bot Merlaku 500.000 Euro Entschädigung an. Doch der Schweizer lehnte das Angebot ab. Im Juli wurde der Prozess nach wenigen Minuten erneut vertagt. Man wollte sich weiter zu Gesprächen treffen und doch noch zu einer „vernünftigen“ Lösung zusammenfinden.

In den vergangenen Monaten scheint dies nun geklappt zu haben. Worauf sich die Parteien einigen konnten und wie hoch die Schadensersatzsumme ist, wird nicht offiziell bekannt gegeben. „Es wurde ewiges Ruhen vereinbart“, sagte Kerle. Mehr könne und wolle er dazu nicht sagen. Auch sein Mandant werde keine Interviews mehr geben.

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