Anabolika-Händler wurde verurteilt

von Christiane Eckert

Fitness-Freaks kauften beim Kroaten Hunderte Tabletten.

feldkirch. (VN-ec) Ein muskulöser junger Kroate hatte seinen Fitnesskollegen mit seinem Körperbau imponiert. Der 21-Jährige hatte offen darüber geredet, dass er gewisse „Helferlein“ hat. So verkaufte er, was er auch selbst einnahm: Anabolika wurden im großen Stil weitergegeben. Das ist nach dem AntiDoping-Gesetz verboten. Der in einer Hofsteiggemeinde wohnhafte Kroate wurde am Dienstag schließlich am Landesgericht Feldkirch wegen Verstoß gegen das Anti-Doping-Gesetz sowie Suchtmittelmissbrauch zu einer bedingten Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt. Zudem muss er 4800 Euro Strafe bezahlen. In Vorarlberg ist dies der erste Dopinghandel-Fall, der seit dem Gesetz aus dem Jahr 2007 verfolgt wurde.

„Wenn zehn gegen mich sind, sieht es schlecht aus. Ich habe in Wirklichkeit nie diese ganzen Anabolika verkauft“, sieht sich der Angeklagte völlig zu Unrecht belastet.

Die Zeugen zeigten in ihren Mengenangaben Widersprüche, konnten sich dann aber doch zu einer gewissen Ehrlichkeit in der Hauptverhandlung durchringen. Für Richter Wilfried Marte waren sie glaubwürdig. So ging er von verkauften 1040 Pillen und 110 Ampullen aus.

Angeklagter resigniert

Die Möchtegern-Sportler legten gerne mehrere Hundert Euro hin, um einer sportlichen Figur etwas nachzuhelfen. Der Angeklagte leugnet zwar bis zum Schluss, Anabolika im großen Stil weiterverkauft zu haben, doch er „resigniert“. Er akzeptiert die Entscheidung. Die Staatsanwaltschaft hat drei Tage Bedenkzeit.

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.