Pädophiler Bregenzer lockte Opfer per Chat an

36-Jähriger soll 13-Jährige aus dem Unterland mehrfach sexuell missbraucht haben.

bregenz. Die Beamten des Landeskriminalamts Vorarlberg haben einen 36-jährigen Bregenzer wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen festgenommen. Der Mann soll im August ein 13-jähriges Mädchen aus dem Unterland mehrfach sexuell missbraucht haben. Kennengelernt hatte der Mann das Opfer über ein Chatportal.

Der 36-Jährige hatte laut Angaben der Polizei über seine falsche Identität Informationen über das Mädchen gesammelt. Darunter Details über die bisherigen sexuellen Erfahrungen der 13-Jährigen. Er drohte, die Eltern der Unterländerin darüber zu informieren und erpresste so drei persönliche Treffen. In Folge nötigte der Bregenzer das Mädchen zu diversen sexuellen Handlungen. Die 13-Jährige meldete sich dann vom Chat ab. Schließlich vertraute sie sich ihrer Mutter an und erstattete Anzeige.

Über 100 weitere Kontakte

Die Ermittler werteten die Chat-Protokolle aus und konnten am vergangenen Dienstag einen 36-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Im Zuge der Ermittlungen stellten die Beamten auch fest, dass der Mann zu über 100 weiteren Mädchen via Chat Kontakt aufgenommen hatte – stets unter Angabe falscher Identitäten.

„Persönlich getroffen hat der Mann nach derzeitigem Ermittlungsstand kein weiteres Mädchen“, berichtet Stefan Schlosser, der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamts.

Der Täter war bei der Polizei bereits einschlägig amtsbekannt. Laut Angaben von Schlosser zeigte sich der 36-Jährige geständig. Derzeit befindet sich der Mann in Untersuchungshaft.

Bei einer Hausdurchsuchung seien Datenträger sichergestellt worden. In den nächsten Tagen werden diese und speziell auch die Chatprotokolle ausgewertet.

Polizei warnt Jugendliche

„Der aktuelle Fall zeigt, wie hinterhältig die Täter teilweise vorgehen und wie gefährlich soziale Online-Netzwerke für junge Menschen sein können“, heißt es seitens der Polizei. Die Beamten des Landeskriminalamts warnen Jugendliche davor, persönliche Daten bekannt zu geben oder gar intime Fotos zu verschicken. Täter würden häufig ein falsches Alter oder Geschlecht angeben.

Zu Treffen sollte man keinesfalls allein hingehen. Zudem sollte man sich nicht erpressen lassen und bei einem Verdacht sofort die Polizei informieren.

Mit Kindern sprechen

Den Eltern empehlen die Polizisten, mit ihren Kindern über deren Internetaktivitäten zu sprechen und den Computer in einem möglichst viel genutzten Raum aufzustellen. Die Privatsphäre sollte für Jugendliche bis 15 Jahre am Computer eingeschränkt sein.

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