Impfskepsis

Meiner Ansicht nach haben Pharmaindustrie, Ärzte, Medien und Politik die große Skepsis gegenüber der Coronaimpfung zu großen Teilen selbst zu verantworten. Seit Jahren werden meines Wissens Fälle von vermuteten Folgen und Schäden nach Impfungen weder aufgearbeitet noch großflächig untersucht und schon gar nicht öffentlich erwähnt. Das alles überlässt man Skeptikern und Gegnern, die keine Lobby haben, die keine Mittel haben, um Untersuchungen durchzuführen und die immer gleich in die Ecke von Verschwörungsphantasten gestellt werden. Eine weitere Ursache liegt meiner Meinung nach im Präventionsparadoxon. Wir werden kaum noch mit den Folgen grausamer Infektionskrankheiten konfrontiert, eben weil die meisten geimpft sind. In all dem Wohlstand und der Sicherheit, in der wir leben, ist die Notwenigkeit des Impfens nicht mehr sichtbar. Eine offene, ehrliche und selbstkritische Medizin tut Not, denn was nicht offiziell, neutral und ordentlich untersucht wird, landet sofort und garantiert in den entsprechenden Kanälen und wird dort verbreitet. Leider werden so die berechtigten Anliegen der Impfskeptiker und Impfgegner manchmal zu Unrecht mit Verschwörungsmythen gleichgesetzt. Da nützen auch die gut gemeinten Interviews mit Virologen, die Empfehlungen eines Bischofs, das Lob des Tamiflu-Erfinders, die Artikel zur Sicherheit des Impfstoffs und alle massenmediale Werbung für die Impfung nicht viel.

Stefan Schlenker, Dornbirn

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