Freitesten? Ja!

Natürlich!

Immer wird davon geredet, wie sozial sich die Bürger bisher in der Pandemie verhalten. Da bin ich ganz anderer Meinung. Die Bürger haben wir nämlich nicht. Wir haben soziale Bürger und nicht-soziale Bürger. Manche würden für diese auch den Begriff „asozial“ verwenden. Alles Geschrei gegen das Freitesten kommt nicht von den sozialen Bürgern. Beim letzten Massentest haben nur weniger als ein Drittel der Vorarlberger teilgenommen – die Sozialen. Sie haben durch Testen nachgewiesen, dass sie nicht ansteckend, also keine Gefahr für andere sind. Wären sie positiv getestet worden, hätte sich für sie selbst nichts besonders geändert. Sie wären sofort in Absonderung gekommen. Jedoch gab es durch den Massentest im Ländle rund 500 weniger unerkannt Infizierte. Unser aller Infektionsrisiko sank! Wären letztes Mal 95 % der Vorarlberger zum Massentest gegangen, hätten wir 2000 Infizierte aus dem Verkehr ziehen können – vielleicht wäre uns dadurch der Weihnachts-Lockdown erspart geblieben. Wer jetzt Geschrei gegen das Freitesten macht, dem geht es um Bequemlichkeit oder er gehört zu den Denkfaulen; er ist uninformiert, glaubt gerade keine Zeit zu haben, ist ein Corona-Leugner oder ganz einfach: Er (oder sie) ist „asozial“! Logische Schlussfolgerung: Es gilt, die Getesteten zu belohnen – sie sind Corona-negativ, aber sozial positiv.

Jürgen Gerdes, Mellau

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