Wer kontrolliert den Kundenansturm?

Am Silvestertag wollte ich ein paar Lebensmittel in einer Interspar-Filiale einkaufen. Ich bin wenige Meter nach dem Eingangsbereich unverrichteter Dinge umgekehrt, da der Massenansturm katastrophal war. Mindestabstände konnten unmöglich eingehalten werden. Dicht an dicht drängten sich die Besucher. Vor den Eingangsschranken war ein externer Sicherheitsbeamter, den ich auf die gravierenden Missstände aufmerksam machte. Er hat mir sehr freundlich geantwortet, dass er nur die Maskenpflicht kontrolliere und bei einem derartigen Kundenansturm nichts unternehmen dürfe. Dies würde in allen Spar-Niederlassungen so gehandhabt. Man lässt anscheinend einfach alles hinein und schaut nur auf den Umsatz. Zu erwähnen ist, dass solche Lebensmittelmärkte ja nicht nur Lebensmittel, sondern auch in den diversen Lockdowns alle anderen Artikel mitverkaufen durften und dadurch nur profitiert haben. Kleine Einzelhandelsgeschäfte mussten komplett zusperren, haben dadurch Existenzsorgen und viele werden dies nicht überleben. Ganz anders ist die Situation in der benachbarten Schweiz. Hier wird genau gezählt, wer in solchen Märkten hinein- und hinausgeht und bei Überlastung schaltet eine Ampel automatisch auf Rot. Gerade Unternehmen, die ein so hohes Publikumsaufkommen aufweisen, sollten ein hohes Verantwortungsbewusstsein gegenüber ihren Mitarbeitern und Kunden haben. Hier kann ich den Gesetzgeber und die Exekutive aber auch nicht von der Verantwortung entbinden.

Rudolf Hatzl,

Feldkirch

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