Vatikan und Deutsche

In der Jänner-Nummer der „Herder Korrespondenz“ gibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Bätzing, ein ausführliches Interview über seine Reformwünsche für die katholische Kirche: Eine andere Haltung zu den Homosexuellen im Katechismus, eine kirchliche Segnung für Paare, die nicht katholisch heiraten können, Diakonatsweihe für Frauen, offene Debatte über Priesterweihe eventuell auch für Frauen, mehr Verkündigung durch Laien, auch Frauen, in der Eucharistie, unabhängige und transparente Aufarbeitung des Missbrauchsskandals, dezentralere Entscheidungen bei der Pfarr- und Diözesanentwicklung, mehr Freiraum für die Ortsbischöfe und die Ortskirchen. Dabei stellt er fest, dass im Vatikan Vorbehalte bestehen gegenüber „uns Deutschen und der Art und Weise, wie wir Dinge angehen.“ Die deutschen Bischöfe werden auch nicht rechtzeitig informiert, was am .Laufen ist und werden dann mit fertigen Papieren überrascht, in denen ihnen vorgeschrieben wird, woran sie sich halten müssen. So geschehen in letzter Zeit bei der Pfarr-Reform, bei dem Reform-Projekt „Synodaler Weg“ und bei der ökumenischen Erlaubnis zwischen Katholiken und Evangelischen in Deutschland, an der Abendmahlsfeier oder Eucharistiefeier der jeweils anderen Konfession teilnehmen zu dürfen. Diese Erlaubnis hatte Bischof Bätzing auch selbst unterschrieben, aber niemand teilte ihm, als er persönlich im Vatikan war, mit, dass der Vatikan schwere Bedenken dagegen hat.

Pfr. Helmut Rohner, Dornbirn

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