Braucht Feldkirch Cafés?

Zum Leserbrief von Herrn Mag. Mandl zum Thema Café Feurstein in Feldkirch:

Ich kann mich Ihnen nur anschließen. Herr Bürgermeister Matt ist offensichtlich wenig in der Stadt unterwegs. Er kann Unterschiede nicht erleben, erspüren. Bei einer Diskussion im Wahlkampf meinte er: „Ich weiß nicht, warum Feldkirch eine Stadtmetzgerei braucht, im Interspar gibt es auch Fleisch.“ Fortsetzbar: Wozu braucht es eine Bäckerei Schertler, im Interspar gibt es auch Brot. Wozu braucht es Cafés, im Interspar kann man auch Kaffee trinken. Wozu braucht es einen Peherstorfer, die tollen Marktstände, im Interspar gibt es auch … Wozu braucht es Restaurants, Gasthäuser (Rio, Lingg, Dogana …) im Interspar bekommt man auch … Wozu braucht es Buchhandlungen, Bücher gibt es auch bei Amazon. Würde den Herrn gerne begleiten bei einer Erfahrung: Was macht den Unterschied zwischen der Stadtmetzgerei und dem Einkauf von Fleisch im Interspar? Was bedeutet es, regionale Produkte mit hoher Qualität, kompetenter, persönlicher Beratung zu genießen und kaufen versus anonymer Abfüllerei von Fleisch, Brot, Plastikkaffee? Gemütlichem, schön gestaltetem Umfeld versus Massenabfertigung, Geschäftskultur versus Versorgungseinheitsbrei? Innenstadt abreißen, Platz für Rieseninterspar? Mit dieser Haltung, Herr Bürgermeister, sitzen/liegen Sie deutlich entfernt von den Bedürfnissen der Menschen, deren Wünsche an gemeinschaftliche, menschliche Lebens- und Begegnungsqualität.

Siegfried Schöch-Fitz, Feldkirch

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