Kein Platz für Traditionscafé in Feldkirch?

Zum Thema Zukunft des Café Feurstein in Feldkirch: Die Ausgangslage klingt verquer: Feldkirch, das so viel auf Geschichte und Kultur setzt, möchte das Café Feurstein als historisch ältestes Zeugnis für Kaffeehauskultur in der Region loswerden und geht anwaltlich gegen den Denkmalschutz vor. Neue und wichtige Projekte werden mutig angegangen, aber für ein derartiges Kleinod soll es keinen Platz mehr geben? Anderorts werden geschichtsträchtige Cafés geschätzt, geliebt und gerettet: in Wien etwa das Hawelka oder das Korb, für dessen Erhalt sich vor Jahren der Bürgermeister starkgemacht hat, in Salzburg etwa das Bazar, das in seiner Originalität von so vielen geliebt wird. In all diesen Cafés geht es nicht nur um Örtlichkeit und Kulisse. Für deren Lebendigkeit braucht es entsprechende Betreiber. Es waren der leider zwischenzeitlich verstorbene Klaus Feurstein und seine Partnerin Maria Bawart, die das Feurstein mit viel Herzblut geführt und zu einem Traditionscafé gemacht haben, in dem Altes erhalten blieb, Neuerungen mit viel Gespür erfolgten und in dem sich alle – Künstler und Kulturschaffende genauso wie Junge und Ältere, Frühstückskaffeetrinker, Mittagstischbesucher oder Nachtschwärmer – wohlfühlten. Warum also freiwillig auf so ein historisch wertvolles und gleichzeitig lebendiges Tradtionscafé in Feldkirch verzichten, warum nicht einen geeigneten Betreiber mit entsprechenden Ideen und Konzepten suchen?

Mag. Alexander Mandl,
Feldkirch, Wien

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