Brot und Spiele

Als der römische Kaiser Tiberius bemerkte, dass die Stimmung ihm und seinen Feldzügen gegenüber kippte, erfand er die „panem et circenses“, Brot und Spiele! Dem Volk gefiel es, und die Stimmung war gerettet! Wenn – wie derzeit – sportliche Großveranstaltungen ohne Publikum abgehalten werden, lässt sich nur erahnen, welche Umsätze und Gewinne in den letzten Jahrzehnten mit dem Sport gemacht wurden. Kein Wunder, dass die Honorare der Gladiatoren in schwindelerregende Höhen stiegen. Schließlich lässt sich durch den Antritt eines Olympiasiegers mehr Geld machen. Doch: Wann wird es wohl auch hier die ersten Wehklagen geben, staatliche Unterstützungen fließen, die den Steuerzahler – egal ob er Fußball, Skispringen, Ski alpin oder Tennis schaut – Milliarden kosten werden? Die ersten Pleiten kündigen sich bereits an: örtliche Veranstalter, Klubs, Agenturen etc.! Denn: Alles können die TV-Übertragungsrechte und Sponsoren nicht mehr abfedern!

Klar – wenn kein Publikum da ist, entfällt auch ein ganz erheblicher Kostenfaktor. Allerdings auch ein Umsatzbringer durch Verpflegung, Merchandising, …! Ja – es wird sie auch nach der Pandemie geben: Die Gelddruck-Maschine Sport! Wenn auch nur für jene, die es aus eigener Kraft oder mit einer Impfung geschafft haben zu überleben. Doch: Hat dieses ganze Geschäft noch etwas mit Sport zu tun?

Ulrich Stock, Riefensberg

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