Zum Urteil über

die Sterbehilfe

Die ganze Problematik muss auch zur fundamentalen Frage führen, ob Leiden zum Tod „Sinn“ hat oder nicht. Ob der allgemein menschliche Gedanke bewahrt werden muss, dass es eine je persönliche Entwicklung gibt, die grade durch Leid und Tod „hinüber“ führen soll in eine höhere Zukunft. Diese allgemeine Überzeugung ist älter als die Religionen, ebenso das Gefühl für die Heiligkeit des menschlichen Lebens. Wo dagegen der Tod als absolutes Ende gesehen werden will und „Leiden zum Tod“ daher als sinnlos, da ist in der Tat schwerlich einzusehen, wozu es noch gut sein soll, dieses Leiden auf sich zu nehmen, wenn es auch rechtlich möglich geworden ist, noch vor diesem letzten Leiden das Leben zu beenden. Wobei ich allerdings nicht wagte zu fordern, dass dieses extremst leidende Kind (siehe Nachrichten) so weiter leiden müsse. Bezogen auf die Rede (des Gerichtshofs) vom „Menschenwürdigen Sterben“ muss man aber bei der Überzeugung bleiben, dass der Mensch seine Würde gerade im Leiden und Sterben höchst verwirklicht – und dass auch unheilbares Leiden niemals des Menschen unwürdig ist, im Gegenteil! Das Symbol des Christentums spricht von einer letzten Würde des Menschen im äußerlich gesehen total würdelosen Sterben. Der römische Hauptmann muss das damals erkannt haben angesichts des Gekreuzigten.

Pfr. Peter Mathei, Alberschwende

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