Krisenmanagement

in der Coronakrise

Dass Politiker keine Krisenmanager sind, hat uns die Coronakrise deutlich gemacht. Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte zwar recht, als er seine eilig angekündigten Massentests für kurz vor Weihnachten ansetzen wollte. Und die Landeshauptleute der westlichen Länder, vor allem auch aus Vorarlberg, haben die Lage komplett falsch eingeschätzt, als sie ihren Leuten einen Gefallen tun wollten und die Tests vorverlegten, damit nicht allzu viele über die Feiertage in Quarantäne müssen. Das war übrigens eine abschätzige Sicht auf das Verantwortungsbewusstsein der Bürger(innen). Denn diese wissen, jetzt vor Weihnachten sind die Tests wichtig – um bei Familientreffen die alten Eltern oder Großeltern zu schützen. Doch heute wollte ich mich zu einem Test anmelden – vergeblich. Der erste Termin wäre wieder am 02.01.2021 frei! Nun versucht die Regierung mit indirektem Zwang, die Teilnahme an der nächsten Runde von Massentests zu erzwingen, indem sie strengere Ausgangsbeschränkungen einführen will für eine Nicht-Teilnahme. Offensichtlich hat sie nicht begriffen, dass niemand den Sinn von Massentests nach einer 3-wöchigen Quarantäne begreifen kann. Denn die Aktion findet wieder zu einem ungünstigen Zeitpunkt nach einem Lockdown statt. Dabei gibt der Test für kaum mehr als einen Tag Sicherheit. Die Sinnhaftigkeit darf daher hinterfragt werden.

Gertraud Walch, Rankweil

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.