„Ein Ja zum Leben“

Zum VN-Bericht vom 14. Dezember:

Ich muss leider Seiner Eminenz widersprechen. Die Entscheidungsfreiheit des Menschen gehört in jedem Fall zur Würde des Menschen. Unwürdig ist eine „freie“ Entscheidung, die irgendjemandem schaden könnte. „Ein Schlag ins Gesicht der Menschlichkeit“ ist eher die Tatsache, dass politische oder religiöse Bevormundung den Menschen in Verzweiflung und Angst treibt. Wer kann sich schon den Luxus einer Palliativbehandlung leisten? Ist der Entschluss, seinen Lieben nicht zur Last fallen zu wollen, etwa nicht ein freier, mutiger und liebevoller Schritt? Wer soll dabei was garantieren? Brauche ich einen Garanten, der mir versichert, dass ich aus Hunger Brot esse? Der „Hilferuf“ des sterben Wollenden ist eben: „O Herr, mach ein Ende, ich halte es nicht mehr aus! Lass mich scheiden und vergib mir meine Schwäche! Ich wollte immer stark sein, um Dir zu gefallen …, nun muss ich passen: Ich habe keine Kraft mehr, irgend jemandem zu gefallen.“

Marie-Thérèse Mercanton, Bludenz

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