Agrarpolitik ist

reformbedürftig

Den Aussagen im VN-Leserbrief von Franz J. Fröwis vom 14. 12. 20 kann ich vollinhaltlich zustimmen. Es ist die Agrarpolitik des Landes, die einer dringenden und grundlegenden Reform bedarf. Der Lehrplan des Bäuerlichen Bildungszentrums ist eine Schlüsselstelle, mit welcher Einstellung die Jungbäuer*innen in die Praxis entlassen werden. Auch Bauern wie Reinhard Bär oder der Vetterhof zeigen, wie verantwortungsvolle Landwirtschaft gestaltet werden kann. Eine weitere Schlüsselstelle liegt darin, was gefördert wird. Dass die Rheintalwiesen zu Agrarwüsten wurden, liegt auch an einer unverantwortlichen Förderpolitik. Entscheidend ist, ob die Produktion nachhaltig und nicht nur naturverträglich, sondern naturfördernd und tiergerecht ist. Die Ausbringung von Gülle, sogar auf die Alpen, ist absolut nicht notwendig und gehört per Gesetz sofort eingestellt. Ein Blick darauf, wie es die Vorfahren gemacht haben, zeigt, wie es geht. Der Zukauf von Futtermitteln, die in keinem Verhältnis zur bewirtschafteten Fläche stehen, hat mit echter Kreislaufwirtschaft absolut nichts mehr zu tun. Ob das Artensterben gestoppt werden kann, liegt überwiegend an der Agrarpolitik. Eine konsequente Umstellung auf biologische Landwirtschaft wäre der dringend gebotene Weg.

Franz Ströhle, Alpenschutzverein Vorarlberg, Dornbirn

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