Lech/Zürs: Manhart zurückge­pfiffen

Der Artikel über „Knatsch in Lech“ (VN, 21.12.2020) macht nachdenklich. Wer Michi Manhart kennt, der weiß, dass man einen wie ihn nicht einfach „zurückpfeift“. Und man kann vermuten, dass er seine berechtigte Kritik zunächst „Zuhause“ und nicht erst in den VN vorgetragen hat. Wenn einer wie MM seit Jahr und Tag akribisch jede verfügbare Zahl zusammengesucht hat, um des Hohe Lied des Skitourismus zu singen und gegen „Grasgrün“ zu verteidigen (mit belastbaren Argumenten übrigens!), der wird kaum leichtfertig sein eigenes Business durch einen Mini-Lockdown seiner Seilbahnen bremsen und zur Vorsicht mahnen. Warum also die drastische und möglicherweise voreilige Darstellung als Nestbeschmutzer, wo doch die langanhaltende Gerüchteküche um den über Benko und sein KaDeWe gestolperten Alt-Bürgermeister und das umstrittene FIS-Rennen im November genug Stirnrunzeln ihn einer kritischen Öffentlichkeit nach sich gezogen haben, und dann noch die für Außenstehende überraschende Insolvenz von Strolz. Was ist los in dem Vorzeigeort des österreichischen Wintertourismus? Spielwiese für ehrgeizige Lokalpolitiker? „Normale“ Probleme des Größenwachstums? Hat das einstmals „schönste Dorf“ also aufgehört, Dorf zu sein?

Prof. Dr. Ekkehard Bechler, Hamburg

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