Im Wolfsgehege

der ZIB2

Man kann ihn mögen oder nicht. Armin Wolf, einer der profiliertesten und bekanntesten Journalisten des Landes, polarisiert wie kein anderer. Bei Interviewpartnern gefürchtet, bei vielen Zusehern beliebt, bei manchen unbeliebt. Er besticht durch seine akribischen Recherchen in der Vorbereitung. Und die hat es wirklich in sich! Er brauche nur 5 Prozent seiner Vorbereitung dann später in der Sendung (Zitat Wolf). Was immer der Studiogast antworten könnte, Armin Wolf hat im Vorfeld alles schon durchgespielt. Widerlegt vieles auch mit Fakten. Er dreht den Interviewpartner also schon Stunden vor Sendungsbeginn wortwörtlich durch den redaktionellen Fleischwolf. Da hat es natürlich jeder Gast schwer. In den meisten Fällen kommen sie aus der Politik. Eine mehrstündige Vorbereitung haben sie meistens aus Zeitgründen nicht. Zudem kennen sie nur das Thema, nicht aber die Fragen im Detail. Sekundenschnelles Antworten wird erwartet. Wenn es geht, noch in aller Kürze. Den Satz des Moderators ‚mit der Bitte um eine kurze Antwort, wir sind schon über der Zeit’ kennen wir alle. Ich schätze seine Interviews. Sie haben Dynamik und Brisanz. Den permanenten Zeitdruck des Moderators könnte der Studiogast aber leicht beeinflussen mit den Worten: „Herr Wolf, stellen Sie weniger Fragen, dann haben wir mehr Zeit!“

Tone Schneider, Klebern, Egg

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