Privilegiensumpf –

ein zusätzliches Virus im Advent

Seit März wird Österreich heimgesucht von Coronapandemie und Lockdown, was bittere Folgen für Gastronomie, Handel, Tourismus, Bildung und Kultur nach sich zieht. Kurzarbeit, Lohneinbußen, Arbeitslosigkeit und Armut sind Begleiterscheinungen trotz home office und Mund-Nasenschutzmasken. Der Schuldenberg wächst auf 340 Milliarden Euro an, viele Betriebe stehen vor dem Ruin, dazu drohen mögliche Zwangsimpfungen im nächsten Jahr. In dieser prekären Lage – man kann es fast nicht glauben – gönnen sich unsere privilegierten Regierungspolitiker eine fette Gehaltserhöhung von 1,5 Prozent. Bundeskanzler Kurz bekommt dann monatlich ca. 400 Euro mehr (zum Vergleich ein Rentner 30,00 Euro). Finanzminister Blümel der bei der Budgeterstellung Probleme mit Nullen hatte, profitiert auch von dieser Regel, genauso wie Vizekanzler Kogler und alle Politiker. Hätten die Regierungsmitglieder nur einen Hauch von Anstand oder Schamgefühl dem Steuerzahler gegenüber, wäre eine Null-Lohnrunde für alle Politiker angesagt. Die Opposition (Kickl, FPÖ, Lercher und Leichtfried SPÖ) sind für eine Aussetzung der Lohnerhöhung, aber Österreich wird von ÖVP und Grünen (so der Wählerwille) regiert und diese beiden Parteien scheinen vom Einfrieren der Gehälter nichts zu halten. In die Adventszeit (Zeit der Besinnung) passen diese unmoralischen Pläne der Regierung nicht hinein noch dazu, wo ich beim Wort Lohn eine Leistung voraussetze.

Mag. Eduard Steininger, Bürs

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