Bauwahnsinn

in Vorarlberg

Nachdenklich hat mich der Artikel über die Errichtung eines gigantischen Hotels in Schröcken gemacht. Ein unnötiges Hotel wird in einer Dimension errichtet, wie man sie bisher in dieser Region noch nicht gesehen hat. Dieses unsinnige Tourismusprojekt reiht sich an zahlreiche Bauprojekte, die als Bauwahnsinn bezeichnet werden können. Dieser Bauwahnsinn zieht sich durch das ganze Land! Richtung Bregenz wird man gleich nach der Bregenzerachbrücke durch architektonische Schwachheiten erschlagen. Den schönen Blick auf das Sacre Coeur gibt es nicht mehr. Auch am Ende von Bregenz schweift der Blick nur noch über niveaulose Billigblöcke. Eine schmale Dorfstraße führt ins Montafon, auch da kann man nur den Kopf schütteln. In den meisten Fällen gehört ein sofortiger Baustopp ausgesprochen! Renovieren wir doch die bestehenden, traditionellen Häuser und verhindern somit diese Bauklötze. Fremdenzimmer haben wir genug in Vorarlberg und ich bin mir sicher, dass die bestehenden bald nicht mehr gefüllt werden können. Wenn wir so weitermachen, wird Österreich im Jahre 2050 zugepflastert sein. Jedes Jahr verschwindet eine Fläche so groß wie Salzburg unter Beton & Co. Ich hoffe, dass die Vernunft einkehren wird, vielleicht hilft uns ja die Coronakrise. Qualität vor Quantität muss endlich in die verantwortlichen Köpfe hinein.

Walter Deuring, Stuben

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