Ein Kompromiss

Zum Kommentar „Wissen sie, was sie tun?“ von Walter Fink, VN vom 5. 12.:

Auf die Frage von Walter Fink, ob wir wissen, was wir tun, antworte ich gerne mit Ja. Und ja, wir sind nicht erfreut darüber, dass es in Zukunft 24 ECTS-Punkte in zwei Jahren – und nicht 16 pro Jahr – als Mindeststudienleistung geben soll. Es ist wie vieles ein Kompromiss zwischen 0 und 32 oder gar 48, und die Zahl nähert sich unserer Forderung nach einem Teilzeitstudium, was es bei genauem Hinsehen de facto schon ist. Will jemand in der Mindeststudienzeit studieren, bräuchte sie oder er 120 ECTS-Punkte in den zwei Jahren. Selbstverständlich sind es keine schlechteren Studierenden, wenn sie länger brauchen, aber ehrlich, bei dieser Anforderung könnte 15 Jahre studiert werden. Überdies können in Zukunft bis zu 60 ECTS-Punkte, schulische, außerschulische, berufliche und außerberufliche Qualifikation angerechnet werden, was wirklich eine massive Verbesserung ist. Gegen Ende des Studiums kann ein Learning Agreement geschlossen werden. Darin werden konkrete Unterstützungsleistungen, wie
z. B. Anspruch auf Absolvierung bestimmter Lehrveranstaltungen und Prüfungen, die Aufnahme in Lehrveranstaltungen mit beschränkter Teilnehmer(innen)zahl und vor allem die Rückerstattung eines allfällig bezahlten Studienbeitrags vereinbart. Zum Lesen, Streamen, Arbeiten, Freunde/Freundinnen treffen, Partys feiern, Kind und Kegel sollte da, wie ich meine, immer noch Zeit sein.

Mag. Eva Blimlinger, Abg z. NR, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung, Medien, Öffentlicher Dienst, Gedenkpolitik, Antisemitismus, Wien

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