Patientenverfügung – Triage – Hippokratischer Eid

Wie können wir, wir alle, unsere Ärzte(innen) in ihren sehr schwierigen, fast unmenschlichen Entscheidungen unterstützen? Können wir nicht? Doch, können wir. Stichwort: Patientenverfügung, klingt irgendwie nach Tod, nach Dahinsiechen, nach Schmerzen, nach Angst. Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Ich besitze schon jahrelang eine verbindliche Patientenverfügung und genau diejenige beschert mir seit Jahren mehr Lebensqualität. Dadurch habe ich nämlich nach genauester ärztlicher und juristischer Aufklärung von mir ausgewählte medizinische Behandlungen ausgeschlossen. Da wäre natürlich auch ein zentrales Register für Patientenverfügungen sehr hilfreich. Das gibt mir ein gutes Gefühl und zudem habe ich damit meine Liebsten von einer sehr schweren, emotionalen Entscheidung bewahrt, nämlich zu entscheiden Ja oder Nein. Gerade in dieser Pandemie-Zeit, in welcher unsere Verantwortlichen bereits fast Unmögliches leisten, könnten wir doch mal bei einer guten Tasse Kaffee oder einem schönen Glas Wein nachdenken, nachdenken über eine Patientenverfügung. Noch etwas, man stirbt nicht früher dadurch, man stirbt wahrscheinlich leichter dadurch, mit ziemlicher Sicherheit.

Maria Luise Thöny, Hohenems

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