Gesamtschule?


               
              vn/paulitsch

  vn/paulitsch

Für jedes Problem (siehe zurzeit auch die Coronakrise) findet man zwei verschiedene Argumente – eines dafür und eines dagegen; ausschlaggebend sollte wohl jenes sein, das der Wahrheit näher kommt. Was spricht – zurzeit ist die Auseinandersetzung logischerweise großteils ruhend gestellt – was spricht für die Gesamtschule? Zwei ernstzunehmende Kommentare in den VN widersprechen dem Argument von Harald Walser vom 23.11.20, nämlich die Trennung der Schüler schon mit zehn Jahren zum Besuch des Gymnasiums oder der Mittelschule sei zu früh. Hier liegt der springende Punkt. Der Nationale Bildungsbericht Österreich des BIFIE stellte schon seit Jahren fest, dass Gesamtschulsysteme zu besseren Leistungen führen und die frühe Aufteilung der Schüler(innen) zu nachteiligen Effekten für Chancengleichheit und Leistung führen. Überzeugende Beispiele erfolgreicher Gesamtschulen gibt es nicht nur in Finnland und Südtirol. Vor drei Jahren wurde die Gesamtschule in Göttingen, Deutschland, als „Schule der Zukunft“ preisgekrönt, wie 36 Vorarlberger Lehrpersonen beim Besuch dieser Schule feststellen konnten. Vor sieben Jahren wurde unter der Führung der Pädagogischen Hochschule Feldkirch die Meinung von 19 700 Personen, Lehrern, Eltern und Kindern, ermittelt. Das Ergebnis war eindeutig: 78% der Befragten sahen in der gemeinsamen Schule mehr Chancengerechtigkeit.

Dies und die eindeutig besseren Ergebnisse bei den internationalen Leistungsüberprüfungen sprechen für die Gesamtschule.

Alois Schwienbacher,

Altach

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.