Jung gegen alt

Wir sollten lernen, achtsamer mit Worten umzugehen. Was geschieht, wenn junge Menschen immer wieder in Medien gebetsmühlenartig die Worte hören „Wir müssen uns bezüglich des Coronavirus ganz besonders um die Risikogruppe ab 65 kümmern.“ Ist es nicht vorprogrammiert, dass Neid und Missgunst gegenüber, anscheinend Bevorteilten, gerade bei Jugendlichen auftreten? Dann, wenn sie – so wie in den letzten Wochen – mit vielen Einschränkungen leben müssen. Ebenfalls wundere ich mich nicht, dass es auch noch solche gibt, die bei einer öffentlichen Befragung in etwas so antworten: „Diese alten Menschen müssen sowieso schon bald sterben.“ Ein deutscher Politiker hat ihnen diese Worte in den Mund gelegt. Ich bitte alle jungen Menschen, uns „Alten“ nicht zum Prell- oder Sündenbock abzustempeln. Die vielzitierte Fürsorge uns gegenüber (zumindest einer Teilgruppe) hat nur mit leeren Worten geendet.

Maria Sandtner, Lustenau

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