Hilfe für Menschen

Zu den VN-Leserbriefen „Großes Blendwerk“ und „Unschöne Bilder“, VN vom 6. 3. zum Thema Migration:

Bei mir als Grüne, aber auch bei vielen anderen Menschen im Land, haben Berichte und Bilder aus dem hoffnungslos überfüllten Auffanglager Moria auf der Insel Lesbos Trauer und Wut ausgelöst. Die vor kurzem organisierten Hilfstransporte waren gut gemeint und haben wenigstens ein ganz klein wenig Erleichterung in den trostlosen Alltag einiger Menschen gebracht. Aber gegen die negative Stimmung, die Verzweiflung und Gewaltbereitschaft inzwischen auch auf Seiten der griechischen Inselbevölkerung kommen alle Betroffenheitsbeteuerungen und finanziellen Zusagen nicht mehr an.

Der Aufforderung von Bundespräsident Van der Bellen, Frauen und Kinder bzw. unbegleitete minderjährige Jugendliche von dort weg in alle EU-Staaten aufzunehmen, schließe ich mich vollinhaltlich an. Das hat mit geschützten Außengrenzen, der Verstärkung von Frontex und Einsatz von Militär sowie Finanzierung von reinen Abwehrmaßnahmen an den Außengrenzen nichts zu tun, denn diese Menschen sind teils seit Jahren in der EU und haben, wenn möglich, dort Asylanträge gestellt. Wenn auch Österreich die „Europäi-sche Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten“ weiterhin nicht respektiert und sich damit Ländern wie Ungarn oder Polen anschließt, wäre es ehrlicher, von ihr zurückzutreten.

Brigitte Flinspach,

Bregenz

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