Kälbertransporte und kein Ende

Dieses leidige Thema ist der EU anzulasten, denn mit der Abschaffung des Milchkontingents ist das ganze Problem aufgekommen. Die betreffenden Landwirte mussten mit ihrer Milch selber haushalten und haben mit der zu viel erzeugten Milch ihre Kälber selbst bis ca. 150 kg lebend gefüttert. Diese Tiere waren für den Inlandsmarkt bestens geeignet. Da sich der Milchpreis schon lange auf gleicher Höhe bewegt, kommen viele Landwirte mit dem Einkommen aus der Milch nicht mehr zurande. Speziell die größeren Betriebe stoßen ihre männlichen Kälber nach einer Woche ab, und die sind bei uns nicht verwertbar, deshalb dieses Dilemma. Bei der Abschaffung des Milchkontingents hat bei der EU unsinnigerweise nur die Mehrstimmigkeit gegolten, und die haben sich die großen Milchlieferländer schon frühzeitig gesichert! Wie soll überhaupt eine EU funktionieren, wenn sogar innerhalb einer Nation, wie etwa das kleine Österreich, die Vertreter der Parteien oft gegensätzlicher Meinung sind? Am besten haben es in der EU die Wölfe, die können sich nach Belieben vermehren und lebensmittelerzeugende Tiere niedermachen. Ich bin selbst Kleinlandwirt, das Tierwohl liegt mir sehr am Herzen, und ich hoffe, dass sich das Übel in absehbarer Zeit erledigt, da wäre die Wiedereinführung des Milchkontigents unabdingbar.

Willibald Nigsch, St. Gerold

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