Energiepolitik

Notstand

Für Vorarlberg trifft wohl der Energiepolitik Notstand zu. Im neuen Regierungsprogramm 2019–2024 des Landes Vorarlberg ist unter Punkt 3.1 zu lesen, der bewährte Weg wird fortgesetzt und der Prozess Energieautonomie 2020 in eine neue Phase 2030 übergeführt. Ist das tatsächlich ernst gemeint? Die Energieförderungen für Thermo-
solaranlagen, Holzheizungen, Wärmepumpen und Lüftungsanlagen sind von € 6.317.857 im Jahr 2010 auf € 2.037.416 im Jahr 2018 zurückgegangen. Schritt für Schritt zurück zu den Anfängen 2000. Hat diese Entwicklung gar mit Vertrauensverlust in die erneuerbaren Energien
zu tun? Zur Klarstellung, für die Photovoltaik gab es die vergangenen zehn Jahre keinerlei Förderungen in Vorarlberg. Bei Gas-Zählpunkten (Gaszähler) in Vorarlberg ist eine gegenläufige Entwicklung eingetreten. Waren es im Jahr 2010 noch 33.041 so sind die Gaszählpunkte bis zum Jahr 2018 auf 36.693 angestiegen. Schritt für Schritt in eine neue Energie-Importabhängigkeit. Raus aus dem Öl, da schaut es nicht besser aus. In Vorarlberg gibt es derzeit ca. 27.000 Ölheizungen. Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger erfolgt teilweise auch auf Gasheizungen, wie beispielsweise derzeit im Montafon. Meine Frage an die Energieverantwortlichen: sind wir in Vorarlberg tatsächlich noch auf dem richtigen Weg zur Energieautonomie? Hat hier vielleicht jemand auf dem Weg zur Energieautonomie 2020 unbemerkt die Wegbeschreibung in eine andere Richtung gedreht?

Hannelore Wehinger, Feldkirch

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