SPÖ-Turbo-Dosko


               
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Hanspeter Doskozil hat es dem SPÖ-Headquarter in Wien gezeigt, wie Wahlen geschlagen werden. Nachdem die SPÖ bei den meisten Wahlergebnissen der letzten Jahre nicht gerade verwöhnt wurde und auf dem Weg in die Irrelevanz war und vielleicht immer noch ist, hat es Hanspeter Doskozil tunlichst vermieden, bei der Wahlwerbung für die Burgenland-Landtagswahl das SPÖ-Logo zu verwenden. Auf keinem Kugelschreiber. Auf keinem Plakat. „Liste Doskozil“ war die Marke und in der Folge dann auch die absolute Mehrheit! Hanspeter Doskozil erwähnte bei seiner Siegesrede weder die SPÖ noch den Namen Rendi-Wagner. Das sagt vieles! Eine Demütigung für die Parteivorsitzende. Trotzdem sonnte sie sich, neben einigen anderen SPÖ-Granden, im Scheinwerferlicht der Kameras. So einen Moment hat die SPÖ schließlich schon lange nicht mehr erlebt. Man ist wieder wer! Hanspeter Doskozil hat nicht nur vieles richtig gemacht, er hat offensichtlich alles richtig gemacht. Anders würde sich die absolute Mehrheit nicht erklären lassen. Obwohl alle Wähler wussten, dass Doskozil der SPÖ angehört, vermittelte er mit der „Liste Doskozil“ doch etwas Neues, eine parteiinterne Veränderung, eine gewisse Eigenständigkeit etwas abseits der Parteilinie und sicher auch ein „Wien ist mir wurscht“-Gefühl. Die Rechnung ist aufgegangen.

Tone Schneider,
Klebern, Egg

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