Feldzug gegen Wirte und Raucher

Wenn ich mir das politische Hickhack zum Thema generelles Rauchverbot in Österreichs Gastronomie anschaue, kommt nicht nur mir das Grauen. Ich vergleiche die wiederkehrende „Trendumkehr“ in dem unsäglichen Hin und Her der Entscheidungen zum Schutz der Nichtraucher als eine Schubumkehr in der Luft. Die Wirte wurden quasi genötigt, ihre Räumlichkeiten umzubauen, um den Wünschen der Gesundheitspäpste gerecht zu werden, aber es bleibt zu hoffen, dass sie nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben, zumal sie ja für ein „Unternehmen“ tief in die Tasche greifen mussten. Wir leben ja in einer Demokratie, aber ihren Bürgern werden immer mehr Freiheiten genommen, Rauchen oder Nichtrauchen gehört da dazu! Einerseits hebt der Staat Steuern ein, die Tabaksteuer und Steuer auf Alkohol, und andererseits will er analog dazu die Auswüchse der Sucht in einer Art bekämpfen, die man durch gezielte Prävention besser erreichen könnte. Es entzieht sich leider meiner Kenntnis, ob gerade da viel unternommen wird, aber mit Blick auf Fortschritte, die in Hochglanzbroschüren verkündet werden, zeichnet die Erwartungshaltung, zumindest für mich, eher ein düsteres Bild – und noch mehr, wenn man mit Polemik eine Linie vorgeben will, wo sie nichts verloren hat, nämlich bei der Profilierungssucht.

Eine zielführende Einigung wird es nie geben, denn im Gremium sitzen auch Raucher und Nichtraucher.

Sabine Windberger, Bregenz

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